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Prozess um Familiendrama mit tödlichem Ausgang - Angeklagter gesteht

Prozess um Familiendrama mit tödlichem Ausgang - Angeklagter gesteht

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 32-Jährigen in Frankenberg hat der Ehemann die Tat eingeräumt. Diese sei aber nicht gewollt gewesen, sagte der 35-Jährige zum Prozessauftakt am Mittwoch vor dem Landgericht Chemnitz.

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Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 32-Jährigen in Frankenberg hat der Ehemann die Tat eingeräumt.

Quelle: dpa

Chemnitz. „Es war ein schrecklicher Unfall.“ Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Er soll die Frau unter anderem mit einem Messer am Hals so verletzt haben, dass sie verblutete.

Das Paar lebte in Trennung. Die Frau war am 7. März in die ehemals gemeinsame Wohnung zurückgekehrt, um Sachen zu holen. Nach Darstellung des Angeklagten war dabei ein Streit um die Kinder eskaliert.

Das Paar hatte 2003 geheiratet und lebte seit 2005 in Frankenberg. Ein Sohn kam 2003, die Tochter 2007 zur Welt. Dem Angeklagten zufolge begann es in der Ehe etwa ein halbes Jahr vor der Tat zu kriseln. „Es hat nicht mehr funktioniert“, sagte er. Beide hätten die Trennung gewollt. Seine Frau habe gedroht, ihm die Kinder wegzunehmen. „Da war sie kompromisslos.“ Im Februar 2011 war sie mit den Kindern in ein Frauenhaus gezogen.

An jenem 7. März hatte den Angeklagten nach dessen Aussage eine Vorladung der Polizei in Rage gebracht. Seine Frau hatte ihn unter anderem beschuldigt, er habe versucht, sie zu vergewaltigen, und sie und den Sohn geschlagen. Das sei nicht wahr und Teil ihres Planes gewesen, ihm die Kinder wegzunehmen. „Ich bin völlig ausgerastet“, sagte der Mann vor Gericht.

Laut Staatsanwaltschaft hatte er die Frau mit Handschellen gefesselt, ihr die Kleider vom Leib gerissen und sie geschlagen. „Sie sollte sehen, wie es wirklich ist, geschlagen zu werden“, erklärte er. Dann traktierte er sie mit einem etwa 15 Zentimeter langen Messer und fügte ihr unter anderem Schnittwunden am Hals zu. Die Frau schleppte sich auf die Straße, wo sie verblutete. An den genauen Tathergang könne er sich nicht oder nur noch teilweise erinnern, sagte der Angeklagte.

Im Widerspruch zu dessen Aussagen steht ein Brief des Opfers, der verlesen wurde. Darin hatte die Frau ihrem Mann den Umgang mit den Kindern ausdrücklich zugesichert.

Nach der Tat soll der Mann versucht haben, sich selbst zu töten. Er verletzte sich am Hals und sprang aus sieben Metern ins Freie, wo die Einsatzkräfte ihn schwer verletzt fanden. Die Verhandlung wird am 12. September fortgesetzt.

dpa

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