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Polizeiticker Razzia gegen organisierte Kriminalität in Zwickau, Erfurt und Berlin
Region Polizeiticker Razzia gegen organisierte Kriminalität in Zwickau, Erfurt und Berlin
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11:54 26.10.2017
Archivfoto Quelle: LVZ
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Leipzig

Das Landeskriminalamt Thüringen (LKA) ist am Donnerstagmorgen in drei Bundesländern gegen organisierte Kriminalität vorgegangen. Bei einer koordinierten Großrazzia wurden von Spezialkräften mehrere Gebäude in Erfurt und Berlin sowie nach Informationen von LVZ.de auch eine Wohnung in Zwickau durchsucht.

Ausgangspunkt der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Gera soll ein Überfall auf ein Restaurant in der Erfurter Innenstadt gewesen sein. Am 11. Oktober hatten sich vor dem „Wirtshaus Christoffel“ insgesamt 25 Personen versammelt. Anschließend griffen die Vermummten unter anderem den Besitzer des Restaurants und seine Söhne an, verletzt diese und beschädigten die Einrichtung des Hauses.

„Bisher ermittelten die Beamten elf Tatverdächtige, bei denen derzeit durchsucht wird. Hierbei handelt es sich um zehn deutsche Männer im Alter von 29 bis 45 Jahren und einen russischen Mann im Alter von 46 Jahren“, teilte das LKA Thüringen am Donnerstagmorgen mit. Neben neun Männern, die aus Erfurt stammen sollen auch ein Mitglied des Bandidos MC Berlin und ein Mann aus Zwickau an dem Überfall teilgenommen haben. Acht der Männer seien bereits wegen Gewaltdelikten vorbestraft gewesen.

Ermittlungen auch wegen Drogenhandel

Gegen sechs der Tatverdächtigen im Alter zwischen 29 und 39 Jahren hatte das Amtsgericht Gera daraufhin Haftbefehle erlassen, die am Donnerstagmorgen vollstreckt wurden. Unter den Festgenommenen befanden sich am Donnerstag laut Polizei auch der 34-jährige Rädelsführer der Gruppe und ein 29-jähriger Organisator des Überfalls. Gegen diese beiden Männer ermitteln die Beamten darüber hinaus auch wegen des Verdachtes der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. „Sie stehen im Verdacht, Crystal im Kilogrammbereich aus Tschechien nach Erfurt eingeführt zu haben und hier den Verkauf organisiert zu haben“, teilten die Behörden mit.

Thüringens LKA-Präsident Frank-Michael Schwarz freute sich am Donnerstag über die schnelle Erfolge: „Es ist uns in kürzester Zeit durch intensive Ermittlungen gelungen, den Sachverhalt aufzuklären. Unser Ziel ist es nun herauszufinden, inwieweit es Verbindungen zur Russisch-Eurasischen Organisierten Kriminalität armenischer Prägung gibt“, sagte Schwarz. Bei den Festnahmen und Durchsuchungen am Donnerstag waren auch Spezialkräfte aus Thüringen, Berlin und Sachsen beteiligt, hieß es.

Von mpu

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