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Rund 20 sächsische Polizisten in Hamburg verletzt

Innenministerium Rund 20 sächsische Polizisten in Hamburg verletzt

Beim Polizeieinsatz am Rande des G20-Gipfels in Hamburg sind rund 20 sächsische Beamte verletzt worden, so das Innenministerium. Unter ihnen befinden sich auch Beamte des Bundespolizei-Standortes Bad Düben. Die Linken-Politikerin Juliane Nagel kritisiert das harte Vorgehen der Polizei.

Polizeikräfte räumen am 8. Juli mit Wasserwerfern Straßen im Schanzenviertel und gehen gegen Randalierer vor.
 

Quelle: dpa

Hamburg/Dresden. Beim Polizeieinsatz am Rande des G20-Gipfels in Hamburg sind rund 20 sächsische Beamte verletzt worden. Einer habe schwere Verletzungen am Kopf erlitten, teilte das Innenministerium in Dresden am Sonntag mit. „Es war ein unglaublich anstrengender Einsatz. Er wird den Beamten noch lange in Erinnerung bleiben“, sagte ein Ministeriumssprecher. Den Angaben zufolge waren rund 600 sächsische Spezialkräfte sowie Verkehrs- und Bereitschaftspolizisten in Hamburg dabei.

G-20-Gipfel und Gewalt in Hamburg

Sollte ein G-20-Gipfel jemals wieder in einer Großstadt stattfinden?

Unter den 20 Betroffenen sind auch Beamte vom nordsächsischen Bundespolizei-Standort Bad Düben, die bei den Krawallen von Randalierern verletzt wurden. Sie erlitten unter anderem einen Jochbeinbruch, einen Handbruch sowie ein Knalltrauma. Die Verletzten wurden noch vor Ort in Hamburger Kliniken behandelt und sollen am Montag nach Bad Düben zurückkehren.

Schon am Samstag hatte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU), die Polizei angesichts der schweren Ausschreitungen bei den Protesten gegen den G20-Gipfel gegen Kritik verteidigt. Es sei „unerhört und populistisch, wenn einige Politiker der Polizei vorwerfen, sie wäre für die Ausschreitungen von Linksautonomen mitverantwortlich“, sagte er. Eine militante, linksautonome Szene habe zum Selbstzweck die rote Linie weit überschritten.

Polizisten ruhen sich aus am Rande der Demo „Grenzenlose Solidarität statt G 20

Polizisten ruhen sich aus am Rande der Demo „Grenzenlose Solidarität statt G 20

Quelle: dpa

Leipziger Politikerin Nagel: „Kein Fest der Demokratie“

 Die Leipziger Landtagsabgeordnete der Linken, Juliane Nagel, sprach in einer Mitteilung hingegen von „gewollter Eskalation“. So habe die Polizei unter anderem den Protestzug „Welcome to hell“ mit 12 000 Teilnehmern brutal auseinandergetrieben, gerechtfertigt einzig mit Vermummungen der Demo-Spitze. „Hier wäre eine Abwägung im Sinne der Versammlungsfreiheit sowie Kommunikation und Deeskalation geboten gewesen“, so die Politikerin weiter.

Gleichzeitig verurteilte Nagel die gewalttätige Eskalation im Schanzenviertel. Hunderte hätten dort einen Kiez demoliert und auch Menschen getroffen, die mit der Kritik an G 20 sympathisierten, so Nagel in ihrer Erklärung. Die Linken-Politikerin hob auch hervor, dass es zahlreiche friedliche Protestaktionen gegeben habe. Am Samstag seien fast 80.000 Menschen zur Großdemonstration „Grenzenlose Solidarität statt G 20“ auf die Straße gegangen. Fakt sei: “Der G20-Gipfel in Hamburg war kein ’Fest der Demokratie’“, so Nagel. Sowohl die Gewalttaten als auch „Eingriffe in Grundrechte“ wie Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit seien aufzuarbeiten.

Rangeleien am Rande eines Protestzugs gegen G20

Rangeleien am Rande eines Protestzugs gegen G20.

Quelle: dpa

Von dpa/lyn/maj

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