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Sachsens Polizei kommt immer später – im Durchschnitt fast 21 Minuten bis zum Tatort

Sachsens Polizei kommt immer später – im Durchschnitt fast 21 Minuten bis zum Tatort

Die sächsische Polizei braucht immer länger, um bei einem Einsatz vor Ort zu sein. Das geht aus den Antworten des Innenministeriums auf mehrere Kleine Anfragen der sächsischen Grünen-Abgeordneten Eva Jähnigen hervor.

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Polizeiauto mit Blaulicht: Die sächsischen Ordnunsghüter brauchen immer länger, um bei einem Einsatz vor Ort zu sein.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Abgefragt wurden Polizeipräsenz und Interventionszeiten in 19 Polizeirevieren und Polizeiposten an zwei beliebigen Tagen des vergangenen Jahres.

Resultat: Seit 2011 hat sich die sogenannte Interventionszeit von 17 auf nunmehr 20,6 Minuten verlängert. "Das ist zu lang, denn bei Bedrohung, Körperverletzung und häuslicher Gewalt zählt für die Opfer jede Sekunde", rügte Jähnigen. Krassester Fall laut Protokoll war eine Bedrohung und Nötigung am 15. März vergangenen Jahres. Beamte des Polizeireviers Leipzig-Südwest brauchten seinerzeit insgesamt 93 Minuten, um vor Ort zu sein.

Jähnigen forderte angesichts der aktuellen Zahlen eine gesetzlich geregelte Hilfspflicht für die sächsische Polizei - analog zum Rettungsdienst, der innerhalb von zwölf Minuten vor Ort sein muss. "Wird jemand Opfer von Gewalt oder Zeuge einer Straftat, bekommt er eher von einem Notarzt Hilfe als von der Polizei", so die Grüne. Gleichzeitig kritisierte sie die Polizeireform im Freistaat und den damit verbundenen Personalabbau. Seit 2011 stellt Jähnigen einmal im Jahr ihre Anfragen zu diesem Thema.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hatte Forderungen nach gesetzlichen Regelungen in der Vergangenheit immer wieder abgelehnt mit der Begründung, dass "eine Festlegung von Interventionszeiten für die Polizei nicht zielführend und wenig aussagekräftig" sei. Die Anlässe für Einsätze könnten bezüglich ihrer Gefahrenrelevanz - im Gegensatz zum Rettungsdienst - nicht miteinander verglichen werden, heißt es in der Antwort auf einen diesbezüglichen Antrag der Grünen.

Roland Herold

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