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Sächsische Zoll-Bilanz: Weniger Zigarettenschmuggel, mehr Markenpiraterie

Sächsische Zoll-Bilanz: Weniger Zigarettenschmuggel, mehr Markenpiraterie

Der Zigarettenschmuggel nimmt ab, der Handel mit gefälschten Markenartikeln hingegen wächst: Unterm Strich ist die Zahl der Ermittlungsfälle des für Sachsen und Thüringen zuständigen Zollfahndungsamtes Dresden 2011 geringfügig gestiegen.

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In der Zoll-Bilanz 2011 tauchen auch wieder Schmuggelware und gefälschte Markenware auf.

Quelle: dpa

Dresden. „Es ist kein Trend nach unten zu erkennen“, sagte die Chefin des Amtes, Anett Häußler, am Dienstag bei der Präsentation des Jahresberichtes. Demnach ist die Zahl der Ermittlungsverfahren von 950 im Jahr 2010 auf 980 gestiegen. Die Zahl der illegal eingeführten Zigaretten sank von rund 140 Millionen auf 33 Millionen. Die Fälle von Produktpiraterie stiegen dafür von 55 auf 76.

„Die Einfuhr von Plagiaten und Anabolika und der Handel mit diesen Produkten hat uns im vergangenen Jahr mehr als bisher beschäftigt“, sagte Häußler. Mehr als 20.000 Plagiate seien 2011 eingezogen worden. Diese seien mittlerweile oft kaum mehr vom Original zu unterscheiden. Den Spitzenplatz nahmen dabei gefälschte Markentextilien von der Baseball-Kappe bis zur modischen Jacke ein, dicht gefolgt von technischen Dingen wie Computerzubehör, Speicherkarten, Musikplayer, Mobiltelefone, Akkus, aber auch Rasierklingen. Etwa ein Drittel dieser Waren stamme aus China, hieß es.

Deutlich mehr Funde gab es bei den Anabolika, den Hilfsmitteln für Muskelmännern. Es wurden rund 25.000 Tabletten (2010: 3800), 53 Kilogramm Pulver (2010: 4,2 Kilogramm) und 13 Liter (2010: 13 Liter) in flüssiger Form aus dem Verkehr gezogen. Deutlich zurück gingen hingen die Fälle mit verbotenen Arzneimitteln.

Mit 351 Fällen blieb die Zahl der Verfahren im Bereich der Rauschgiftkriminalität weitgehend konstant (2010: 349). Dabei ging es laut Häußler um eine Menge von rund 780 Kilogramm. Seit dem zweiten Halbjahr werde eine Zunahme bei der Droge Crystal beobachtet. Häußler zufolge würden Schmuggler damit mittlerweile entlang der gesamten tschechisch-sächsischen Grenze aufgegriffen. Noch vor einigen Jahren sei Crystal nur an einigen Grenzübergängen im Erzgebirge geschmuggelt worden.

Dem Bericht zufolge wurde 2011 rund 6,7 Millionen Euro an Verbrauchssteuern hinterzogen. Die Zollfahnder ermittelten gegen 1137 Verdächtige (2010: 1139). Die Gerichte verhängten insgesamt 260 Jahre (2010: 219 Jahre) Freiheitsstrafe und mehr als 220.000 Euro Geldstrafe (2010: 130.000 Euro).

dpa

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