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Polizeiticker Sächsischer Verfassungsschutz soll Polizei vor Rechtsextremen gewarnt haben
Region Polizeiticker Sächsischer Verfassungsschutz soll Polizei vor Rechtsextremen gewarnt haben
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22:36 28.08.2018
Mehrere Tausend Rechtsradikale kamen zu der Demo am Montag in Chemnitz. Quelle: dpa
Leipzig/Chemnitz

Nach der Nazi-Demo in Chemnitz, an der am Montag Tausende Rechtsradikale aus ganz Deutschland angereist waren, gibt es neue Vorwürfe an die Polizei. Laut einem Bericht der Zeitung „Tagesspiegel“ hatte der sächsische Verfassungsschutz bereits am Montagmittag davor gewarnt „aus ganz Sachsen und anderen Bundesländern würden Rechtsextremisten, Hooligans, rechte Kampfsportler und weitere Angehörige der rechten Szene“ zu der Demo nach Chemnitz kommen.

Der Verfassungsschutz hatte die Lagebewertung demnach an die Polizeidirektion Chemnitz, das städtische Ordnungsamt, das sächsische Landeskriminalamt, die Landesdirektion der Polizei, die Direktion der Bundespolizei in Pirna sowie an den bundesweiten Verbund der Behörden für Verfassungsschutz geschickt.

Laut Tagesspiegel heißt es in dem Papier: Das Tötungsdelikt an einem deutschen Staatsangehörigen „unter Beteiligung von Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund bewirkt einen sehr hohen Emotionalisierungsgrad“. Die Teilnehmerzahl werde im „unteren bis mittleren vierstelligen Bereich“ erwartet.

200 Autonome aus Leipzig

Tatsächlich waren rund 6000 Menschen zu der Demo gekommen, darunter viele Rechtsradikale und Hooligans aus mehreren Bundesländern. Der Sächsische Verfassungsschutz hatte laut Tagesspiegel auch Hinweise, dass 200 Autonome aus Leipzig, Thüringen und Niedersachsen nach Chemnitz kommen.

Nach den Demonstrationen in Chemnitz am Montagabend mit Krawallen und mehreren Verletzten hatte es Kritik an der Polizei gegeben, da diese die Zahl der Demoteilnehmer vor allem aus dem rechten Lager unterschätzt hatte und mit wenigen Kräften vor Ort war.

Von luc

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