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Polizeiticker Vermeintliche Rettungsgasse wird zur Falle
Region Polizeiticker Vermeintliche Rettungsgasse wird zur Falle
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20:31 07.01.2019
Für den Golf wird eine vermeintliche Rettungsgasse zum Verhängnis, er fährt dort auf ein stehendes Fahrschulauto auf. Dabei macht er Bekanntschaft mit der Hängerkupplung am Fahrschulauto, was einen hochen Sachschaden am Golf zur Folge hat. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Ein Fahrschüler wurde am Montagnachmittag bei seinem praktischen Teil der Fahrausbildung zwischen Grimma und Großbothen in einen Verkehrsunfall verwickelt. Bei seiner Fahrt auf der Nimbschener Landstraße (B107) in Richtung Großbothen, wurde er von seinem Fahrlehrer gebeten, in Nimbschen die Haltebucht der Bushaltestelle anzufahren und anzuhalten. „Absicht war, meinem Fahrschüler einige Hinweise zu geben und Erläuterung dazu zu machen, als es plötzlich krachte und ein Golf mit voller Wucht auf unser stehendes Fahrschulfahrzeug auffuhr“, schilderte der Fahrlehrer die Situation.

Beifahrerin im Golf wird verletzt

Dabei wurde die Beifahrerin im Golf verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Golf-Fahrer sowie die beiden Insassen des Fahrschulautos blieben unverletzt.

Was war geschehen? Auf der Fahrbahn neben dem Fahrschulauto gab es einen Rückstau in Richtung Großbothen. Verursacht hatte den ein Pkw, der verkehrsbedingt halten musste, weil er als Linksabbieger mit Ziel Kloster Nimbschen den Gegenverkehr zu beachten musste. Diese Situation hatte der Golf-Fahrer offenkundig falsch eingeschätzt.

Auf dieses Fahrschulauto ist der Golf aufgefahren. Dabei wird das Heck beschädigt, gleichwohl die Hängerkupplung viel abgefangen hat, was einen größeren Schaden verhindern konnte. Quelle: Frank Schmidt

Um einen Auffahrunfall auf der Straße verhindern zu können, leitete er eine Notbremsung ein und versuchte zudem nach rechts auszuweichen, da er in der Haltebucht eine Art Rettungsgasse glaubte. Doch da stand halt der Fahrschulwagen.

„Extrem lange Bremsspuren“

Die vom Golf verursachten „extrem lange Bremsspuren“, so konstatierte der Fahrlehrer, sei seiner Ansicht nach ein Beleg dafür, dass sich der Unfallfahrer nicht an das Tempo 50 gehalten haben könne, die in der Ortslage Nimbschen vorgeschrieben seien. Doch das genauer zu untersuchen, um die tatsächliche Unfallursache zu ermitteln, sei nun Aufgabe der Polizei.

Von Frank Schmidt

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