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Polizeiticker Verbände und Medien fordern mehr Sicherheit für Journalisten
Region Polizeiticker Verbände und Medien fordern mehr Sicherheit für Journalisten
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23:53 05.10.2015
Journalisten wehren sich gegen Rufe wie „Lügenpresse“. Quelle: dpa
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Dresden

Nach den tätlichen Angriffen und Bedrohungen von Journalisten bei Demonstrationen der fremdenfeindlichen Pegida- Bewegung haben Verbände und Medien mehr Sicherheit für die Kollegen eingefordert. In einem gemeinsamen Schreiben protestierten am Montag der Mitteldeutsche Rundfunk, der Zeitungsverlegerverband und die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Deutscher Journalisten-Verband) gegen die Ausweitung der Hetze und Gewalt, die bei den Pegida- und Legida-Aufmärschen in Dresden und Leipzig besonders augenfällig ist.

„Die Aufputschung von teilweise tausenden Anhängern der Bewegungen mit den Rufen ’Lügenpresse’ ist nicht nur für alle Medienvertreter unerträglich. Sie beschädigt die Demokratie, schafft eine Stimmung der Verunsicherung in der Bevölkerung und provoziert Handlungen bis hin zum Einsatz von Gewalt“, hieß es. Diesem Spuk sei entschieden entgegenzutreten. Die Medien seien trotz permanenter Verbalangriffe durch Demonstranten stets um sachliche und objektive Berichterstattung bemüht. Die andauernden „Lügenpresse“-Rufe sorgten jedoch für eine Vergiftung des Klimas, die nicht mehr hinnehmbar sei. Man erwarte von den Innenministerien und der Polizei, dass sie Angriffe auf Journalisten unterbinden.

Von LVZ

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