Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Verdächtige nach Explosion vor AfD-Büro wieder frei
Region Polizeiticker Verdächtige nach Explosion vor AfD-Büro wieder frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:24 05.01.2019
Ein Polizist sichert in der Bahnhofstraße in Döbeln nach einer Explosion in Höhe des Bürgerbüros der AfD Spuren. Drei Tatverdächtigen sind wieder frei. Quelle: Sebastian Willnow/dpa
Döbeln

Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro im sächsischen Döbeln sind die drei Tatverdächtigen wieder frei. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) mitteilte, sind die Männer im Alter von 29, 32 und 50 Jahren entlassen worden.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hatte am Freitag keinen Haftantrag gestellt. Es hätten keine ausreichenden Haftgründe bestanden. Die Männer gelten weiter als tatverdächtig, hieß es am Freitag. Die Beschuldigten waren in der Nacht zu Freitag im Bereich Döbeln gefasst.

Tür und Fenster beschädigt

Nur wenige Stunden zuvor gegen 19.20 Uhr hatte sich vor dem AfD-Büro eine Explosion ereignet. Eine Tür und eine Fensterscheibe wurden stark beschädigt, wie das LKA mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Eine schwere Explosion hat sich am Donnerstagabend vor dem AfD-Büro in der Döbelner Bahnhofstraße ereignet.

Im Büro seien Werbematerialien in Brand geraten. Das Feuer konnte gelöscht werden. Auch ein Nachbarhaus und zwei vor dem Gebäude geparkte Transporter wurden beschädigt.

Politik und Anwohner schockiert

Mehrere Politiker hatten sich am Freitag zu dem mutmaßlichen Anschlag geäußert, darunter Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD). Gewalt gehöre nicht zu den Mitteln der Demokratie, teilte er via Twitter mit. Innenminister Roland Wöller (CDU) sagte, der Staat werde mit „aller Härte und rechtsstaatlichen Mitteln“ gegen Taten wie diese vorgehen.

Auch die Anwohner in Döbeln zeigten sich am Freitag schockiert. Wohnungen nahe des Büros seien beschädigt, Scheiben durch die Druckwelle zerstört worden.

Von LVZ/dpa/jhz

Gelegenheit macht Diebe: In Taucha bewahrtheite sich am frühen Freitagabend diese Redensart. An der A14 war die Flucht eines polizeibekannten Berliners allerdings wieder beendet.

05.01.2019

Der Tod einer Frau nahe einer Kleingartenanlage in Mittelsachsen wirft Fragen bei den Ermittlern auf. Eine Straftat oder ein Unfall seien nicht auszuschließen.

04.01.2019

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat die Explosion am Donnerstagabend vor dem Büro der Döbelner AfD als feigen Anschlag verurteilt. Er will gegen die Täter mit aller Härte und rechtsstaatlichen Mitteln vorgehen. Drei Verdächtige, die noch in der Nacht festgenommen waren, kommen am Wochenende wieder auf freien Fuß.

04.01.2019