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Vermisste Jasmin: "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus" - Skoda und Leiche entdeckt

Vermisste Jasmin: "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus" - Skoda und Leiche entdeckt

Schlimmes Verbrechen im Kreis Leipzig: Die Polizei hat am Pfingstmontag die Leiche einer Frau gefunden. „Alles spricht für ein Gewaltverbrechen“, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki am späten Nachmittag.

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Die Polizei hat am Pfingstmontag die Straße zwischen Hopfgarten und Tautenhain abgesperrt.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der Toten um die seit Sonnabend vermisste 19-jährige Jasmin Kunath aus dem Frohburger Ortsteil Elbisbach.

„Die Identifizierung ist noch nicht abgeschlossen“, so Loepki weiter. Zunächst solle über Körpermerkmale geklärt werden, um wen es sich handelt. Das könne sich bis zum Dienstag hinziehen. Über den Zustand der Leiche und die Art der Tötung wollte der Sprecher keine Angaben machen, ebensowenig über eine möglicherweise aufgefundene Tatwaffe. Jasmins Eltern solle der Anblick erspart bleiben.

Die Tote war im Zusammenhang mit dem Auffinden eines silberfarbenen Skoda Fabia entdeckt worden, nach dem bei der Suche nach Jasmin Kunath bundesweit gefahndet worden war. Das Auto parkte am Rand eines Wäldchens zwischen den Orten Tautenhain und Hopfgarten, gleich hinter einer Unterführung der Eisenbahnstrecke von Geithain nach Bad Lausick. Ein Bürgerhinweis hatte die Beamten am Montagmittag auf diese Spur geführt.

Jasmin Kunath hatte am Freitagabend mit Freunden die Diskothek „blue“ in Frauendorf besucht. Die 19-Jährige stellte sich als Fahrerin zur Verfügung und nahm noch zwei Freunde aus benachbarten Orten mit. Sie benutzte dafür den Wagen der Mutter, den nun entdeckten Skoda.

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Wird seit Freitag vermisst: Die 19-jährige Jasmin Kunath aus Ebersbach.

Quelle: Polizei

Was auf dem letzten Teil der Rückfahrt geschah ist für die Polizei noch ein Rätsel. „Das letzte Lebenszeichen von Jasmin ist eine SMS“, berichtete der Polizeisprecher. Sie haben die Kurzmitteilung gegen 4 Uhr abgeschickt. Ihre beiden Kumpel waren da offenbar schon nicht mehr im Auto. Sie sind laut Loepki im Augenblick nicht tatverdächtig. Niemand sei im Zusammenhang mit diesem mutmaßlichen Tötungsverbrechen inhaftiert oder in Gewahrsam, so der Polizeisprecher. Die Befragung eines der Jungen hat sich Ermittlern zufolge aber zunächst schwierig gestaltet. Er habe unter Drogeneinfluss gestanden und benötigte zunächst einige Stunden Ruhe.

Jasmins Eltern bemerkten am Sonnabendmorgen, dass ihre Tochter nicht wie vereinbart nach Hause gekommen war. Weil sich die Auszubildende sonst stets an Absprachen gehalten hatte, benachrichtigten sie die Polizei. Die Beamten suchten am gesamten Pfingstwochenende nach dem Mädchen und setzten dabei auch einen Hubschrauber und einen speziell ausgebildeten Mantrailer-Hund ein. Weshalb sie dabei den Skoda nicht sahen, ist noch offen. „Es ist möglich, dass das Auto erst später am Fundort abgestellt wurde“, nannte Loepki eine Möglichkeit.

Die Polizei rückte nach dem grausigen Fund mit einem Großaufgebot in das Wäldchen ein. Neben der Mordkommission, Kriminaltechnikern und Streifenbeamten waren auch Bundespolizisten zur Sicherung der Bahnstrecke vor Ort. Die Straße zwischen Hopfgarten und Tautenhain war mehrere Stunden gesperrt. Der Leichnam zur Untersuchung wurde an die Rechtsmedizin überstellt.

Matthias Roth/Inge Engelhardt

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