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Polizeiticker „Viel zu schnell unterwegs“: Tödlichem Unfall in Günthersdorf ging offenbar Rennen voraus
Region Polizeiticker „Viel zu schnell unterwegs“: Tödlichem Unfall in Günthersdorf ging offenbar Rennen voraus
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17:21 17.11.2014
Nach dem tragischen Unfall mit zwei Toten in Günthersdorf bei Leipzig steht fest, dass das Auto deutlich zu schnell unterwegs war. Quelle: Polizei Halle
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Leipzig/Günthersdorf

Dies hätten die Untersuchungen des zerstörten Fahrzeugwracks sowie die Auswertungen vor Ort ergeben. Der Polizei liegen zudem Hinweise vor, dass ein illegales Rennen zu dem Unglück geführt haben könnte.

Der 18-jährige Fahrer des Renault Mégane hatte am Samstagabend kurz vor 22 Uhr in der Rechtskurve am Ortseingang die Kontrolle über sein Auto verloren und war frontal gegen eine Begrenzungsmauer am rechten Fahrbahnrand gekracht. Wie schnell das Fahrzeug auf der B 181 in Richtung Leipzig unterwegs war, ist noch unklar. An der Stelle unweit des Einkaufszentrums Nova Eventis sind maximal 50 km/h erlaubt. Die Aufprallgeschwindigkeit muss jedoch deutlich darüber gelegen haben: Der Renault Mégane wurde ebenso wie die Mauer völlig demoliert. Ein technischer Defekt als Unfallursache werde ausgeschlossen, so Rabsahl.

Polizei geht Hinweisen zu möglichem Rennen nach

Der Fahrer und sein gleichaltriger Beifahrer kamen bei dem Unfall ums Leben. Drei weitere männliche Insassen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren wurden schwer verletzt und kamen in umliegende Krankenhäuser. „Sie liegen noch immer auf der Intensivstation und sind nicht vernehmungsfähig“, so Rabsahl. Die jungen Männer kamen alle aus Bad Lauchstädt.

Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand der Fahrer laut Polizei nicht. Jedoch kursierten bereits nach dem Unfall Gerüchte, dass sich der Unglückswagen zuvor ein Rennen mit einem anderen Auto geliefert haben könnte. „Wir gehen entsprechenden Hinweisen nach“, berichtete Rabsahl auf Nachfrage. Eine Spur zu anderen beteiligten Fahrzeugen haben die Ermittler bislang aber offenbar noch nicht. Die B 181 blieb nach dem Unfall stundenlang gesperrt.

Robert Nößler

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