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Polizeiticker Wegen Chemnitz: Polizei erhöht Schutz auch an Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden
Region Polizeiticker Wegen Chemnitz: Polizei erhöht Schutz auch an Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden
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15:02 10.10.2016
Fahndung der Polizei Quelle: dpa
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Leipzig/Berlin

Nach der Flucht eines Terrorverdächtigen aus Chemnitz hat die Berliner Polizei ihre Kräfte in der Hauptstadt verstärkt. Auch an den mitteldeutschen Flughäfen Leipzig-Halle, Dresden und Erfurt sowie an den Bahnhöfen hat die Bundespolizei nach dem Anti-Terror-Einsatz in Chemnitz die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. "Wir haben die Einsatzbereitschaft erhöht", sagte ein Sprecher der Behörde in Pirna am Sonntag gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Es werde zudem gezielt nach dem flüchtigen 22-jährigen Syrer gefahndet. Die Behörde ist zuständig für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Seit den Anschlägen auf die Flughäfen Brüssel und Istanbul in diesem Jahr seien die Kontrollen an den "heimischen Infrastrukturbrennpunkten" ohnehin verstärkt worden. Die Beamten der Bundespolizei würden seither mit Schutzwesten und Maschinenpistolen unterwegs sein. Personell sei man gut ausgestattet. Genaue Angaben wolle man aus Sicherheitsgründen nicht geben.

Fokus auf Flughafen Berlin-Tegel

An den Bahnhöfen seien Beamte aus den Hundertschaften im Einsatz, sagte Polizeisprecher Winfried Wenzel am Samstagabend. Auch die Kollegen in den einzelnen Abschnitten seien mit dem Fahndungsbild des 22-jährigen Syrers unterwegs. Der Mann wird bundesweit gesucht, weil er einen Bombenanschlag vorbereitet haben soll. „Wir sind maximal sensibilisiert“, sagte Wenzel. Ein Fokus der Polizei liege auf dem Flughafen Tegel.

Die Berliner Polizei schaltete Telefonnummern für Hinweise auf den Verdächtigen. Auf den Fahndungsfotos ist ein junger Mann mit schwarzem Kapuzenpulli zu sehen. „Wir sind wachsam. Seien Sie es bitte auch“, riet die Polizei.

Auch am zweiten Flughafen der Hauptstadt in Schönefeld wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Man habe die Einsatzkräfte dort verstärkt, sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst. Ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei bestehend aus 30 Beamten führe am Terminal Sichtkontrollen durch, Autos und Busse würden angehalten und kontrolliert, ob sich der gesuchte 22-jährige syrische Verdächtige aus Chemnitz darin befinde. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte Herbst. Es gebe keinen konkreten Hinweis, dass der Mann in Schönefeld sei.

Busse fahren nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe nicht mehr bis zum Terminal. Der Flugbetrieb sei nicht eingeschränkt, sagte ein Flughafensprecher. Der Lagedienst im Potsdamer Innenministerium sprach von „präventiven Maßnahmen“. Die Bundespolizei hat die Streifen im Terminal „entsprechend sensibilisiert“, wie ein Sprecher sagte. „Wir beteiligen uns an der Fahndung.“

ade/LVZ

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