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Weitere Razzia im Fall kino.to: Betreiber des Portals skyload.net in Chemnitz festgenommen

Weitere Razzia im Fall kino.to: Betreiber des Portals skyload.net in Chemnitz festgenommen

Er soll Raubkopien-Portale wie kino.to mit tausenden illegalen Filmen beliefert haben. Bei einer Razzia in Sachsen und Hessen hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden jetzt den Betreiber der Seite skyload.

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Vom Netz: Nach der Razzia bei skyload.net wurde die Seite von der Staatsanwaltschaft abgeschaltet.

Quelle: dpa

Leipzig/Chemnitz/Dresden. net und einen seiner Komplizen festgenommen. Der 28 Jahre alte Chemnitzer müsse sich wegen der gewerbsmäßigen Verletzung von Urheberrechten verantworten, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein am Montag LVZ-Online.

Bei dem Einsatz in Chemnitz, Lichtenstein und Frankfurt/Main waren am vergangenen Donnerstag von der Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen (INES) mehrere Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden. „Es wurden Server und Daten in großem Umfang sichergestellt“, berichtete Klein. Im Raum Frankfurt nahmen die Ermittler den zweiten Beschuldigten fest. Der 25-Jährige soll für einen Internet Service Provider gearbeitet haben, bei dem die Server von skyload.net betrieben wurden.

Nach Razzia gegen kino.to „einfach weitergemacht“

 

Als sogenannter Filehoster stellte skyload.net urheberrechtlich geschützte Filme und Serien im Internet zur Verfügung. „Die Raubkopien waren dort geparkt“, erklärte Klein. Auf diese wurde von kino.to verlinkt – bis Mitte 2011 das in Leipzig ansässige Portal von der Staatsanwaltschaft vom Netz genommen wurde. Auch skyload.net, wo die Filme als Download oder zum Streaming angeboten wurden, ist nun abgeschaltet.

Nach der Razzia gegen kino.to im Juni vergangenen Jahres war skyload.net auf andere illegale Seiten wie kinoX.to oder Movie2k.to umgestiegen. „Der Betreiber hat einfach das Portal gewechselt und weitergemacht“, so der Oberstaatsanwalt. Auch als bezahlter Uploader von Filmen bei kino.to soll der 28-jährige Chemnitzer Geld verdient haben. Nach Angaben der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat er seit Anfang 2011 mehr als 10.000 Filme ins Netz gestellt.

Das Geschäftsmodell von skyload.net war laut GVU identisch mit denen anderer Filehoster. „Einnahmen generierte dieser durch kostenpflichtige Premium-Accounts, die Nutzern mehrere Vorteile boten, wie bessere Anbindung, keine Wartezeiten, Ermöglichen von parallelen Downloads und Werbefreiheit“, sagte GVU-Sprecherin Christine Ehlers. Die Urheberrechts-Organisation hatte ihre Erkenntnisse zu skyload.net im Januar an die Generalstaatsanwaltschaft übergeben. Gegen die beiden Beschuldigten seien mittlerweile Haftbefehle ergangen, sagte Oberstaasanwalt Klein.

Anklage gegen mutmaßlichen kino.to-Chef erhoben

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Kino.to: Bei der Razzia gegen das illegale Filmportal im Juni 2011 waren insgesamt 13 Petrsonen festgenommen worden.

Quelle: LVZOnline Montage

Der mutmaßliche Kopf von kino.to, der Leipziger Dirk. B, und ein weiterer 29-jähriger Drahtzieher werden sich in Kürze vor dem Landgericht Leipzig verantworten müssen. „Es ist mittlerweile Anklage erhoben wurden. Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Wir warten jetzt auf die Eröffnung des Verfahrens“, sagte Klein.

Drei Mitarbeiter von kino.to sind in den vergangenen Monaten bereits zu Haftstrafen von bis zu dreieinhalb Jahren verurteilt worden, einer erhielt eine Bewährungsstrafe. Gegen weitere „sechs bis sieben“ Beschuldigte werde derzeit die Anklage vorbereitet. „Wir sind noch nicht durch“, so Klein.

Robert Nößler

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