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Züge am Bahnhof in Eilenburg rollen wieder: Sperrung nach zweitem Bombenfund aufgehoben

Züge am Bahnhof in Eilenburg rollen wieder: Sperrung nach zweitem Bombenfund aufgehoben

Eilenburg/Leipzig. Wegen zwei Bombenfunden musste der Bahnhof in Eilenburg am Mittwochmorgen für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, rollt der Zugverkehr seit 12.15 Uhr wieder normal. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst gab am Mittag Entwarnung.

Die Station war am Morgen gerade wieder freigegeben worden, da hatten Bauarbeiter einen zweite Bombe gefunden. Wieder handelte es sich um eine Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg, die jedoch nicht scharf war. Die Kampfmittelexperten aus Dresden entschieden sich erneut dafür, den etwa ein Meter langen und 24 Zentimeter breiten Sprengkörper zu verladen und abzutransportieren. Der Bahnhof war deshalb seit 9.30 Uhr zum zweiten Mal gesperrt worden.

Bei Gleisbauarbeiten war bereits in der vergangenen Nacht eine Sprenggranate entdeckt worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, musste der Bahnhof deshalb zwischen 4 Uhr und 6.30 Uhr geräumt werden, Züge durften nicht fahren. Gegen 7.30 Uhr konnte der Bahnhof zunächst wieder freigegeben werden. Insgesamt zehn Züge waren bis dahin ausgefallen.

Die Bahn richtete einen Busnotverkehr auf den Abschnitten zwischen Eilenburg und Halle sowie Mockrehna und Taucha ein. Betroffen waren die Zugverbindungen zwischen Leipzig und Hoyerswerda sowie die Strecken Leipzig-Falkenberg-Cottbus und Halle-Delitzsch-Eilenburg. Die Busse konnten auch den Bahnhof in Eilenburg anfahren, wie es hieß. Bis zum Mittag fielen noch einmal elf Nahverkehrszüge aus. Die längeren Fahrzeiten der Ersatzbusse führten außerdem zu Verspätungen bei den Anschlussverbindungen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn hatte das Unternehmen vor Baubeginn am Eilenburger Bahnhof beim Landratsamt Nordsachen eine Kampfmittelfreigabe beantragt. Die Fläche sei von der Behörde als "nicht verseucht" eingestuft worden und eine Munitionssuche deshalb nicht erforderlich gewesen. "Damit es in Zukunft nicht wieder zu solch gefährlichen Situationen kommt, wird eine Delitzscher Spezialfirma beauftragt, den Boden parallel zu den Bauarbeiten zu untersuchen", sagte Bahn-Sprecherin Änne Kliem gegenüber LVZ-Online.

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