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Zugwaggon für Polizeitraining - Bahn übergibt in Bad Düben Übungsbahnhof

Zugwaggon für Polizeitraining - Bahn übergibt in Bad Düben Übungsbahnhof

Am Freitag übergab die Deutsche Bahn (DB) eine Trainingsanlage mit einem Doppelstockwaggon an die Bundespolizei Bad Düben. Ziel von DB und Bundespolizei war es, einen authentischen Übungsplatz für die Beamten zu schaffen, um Eisenbahn-Einsätze realitätsnah üben können.

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Bundespolizei übernimmt Zugwaggon für Training von Deutscher Bahn. (

Quelle: Steffen Brost)

Bad Düben. Denn Beamte der Bundespolizeiabteilung Bad Düben sind regelmäßig zur Überwachung der Eisenbahnanlagen – häufig in Zügen, auf Bahnhöfen oder entlang der Strecken – im Einsatz, um Vandalismus zu verhindern oder beispielsweise die An- und Abreise von Fußballfans oder Demonstrationsteilnehmern zu überwachen. So entstanden auf etwa 45 Metern Länge eine Gleisanlage und ein 27 Meter langer Bahnsteig. Erst vor wenigen Tagen stellten die DB- Mitarbeiter die Anlage fertig.

Bereits im August errichteten Mitarbeiter des Bereiches Sicherheit der Deutschen Bahn die Anlage auf dem Gelände der Bad Dübener Bundespolizeiabteilung. Ein Doppelstockwaggon war mit einem Schwerlasttransporter von Laußig nach Bad Düben transportiert worden. Der rund 30 Jahre alte Doppelstockwagen stammt aus dem Wagenpark von DB Regio und wurde im Instandhaltungswerk Wittenberge aufgearbeitet.

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Bad Düben. Am Freitag übergab die Deutsche Bahn (DB) eine Trainingsanlage mit einem Doppelstockwaggon an die Bundespolizei Bad Düben. Ziel von DB und Bundespolizei war es, einen authentischen Übungsplatz für die Beamten zu schaffen, um Eisenbahn-Einsätze realitätsnah üben können.

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Am Freitag konnte die neue Übungsstrecke in einem feierlichen Akt übergeben werden. Als Gäste begrüßte Polizeidirektor Jürgen Kollenrott neben Vertretern der Stadt und des Landkreises auch eine Delegation aus Bad Dübens Partnerstadt mit Bürgermeister Gerhard Maxeiner und dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußballbundes Theo Zwanziger. „In den vergangenen Jahren waren die Auftragsbücher der Bundespolizeiabteilung mit Einsätzen bahnpolizeilicher Aufgabenwahrnehmung gut gefüllt. Für uns stellen Einsatzanlässe auf dem Gebiet der Bahnanlagen den größten Schwerpunkt dar. Zirka achtzig Prozent der Gesamteinsatzstunden werden in diesem Bereich geleistet“, so Kollenrott.

Der Polizeidirektor machte in seiner kurzen Ansprache weiterhin deutlich, dass gerade die Begleitung von Fußballfans und Demonstrationsteilnehmern mitunter spezielle Probleme mit sich bringen. „Die Züge sind eng, oft sehr voll, es ist kaum Handlungsfreiheit gegeben. Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen sind ein schwieriges Unterfangen. Die Fortbildung in diesem Bereich muss auf einem hohen Level gehalten werden. Deswegen sind wir sehr dankbar, dass wir jetzt in unserer Dienstelle solche Einsätze realitätsnah üben können“, sagte Kollenrott weiter.

Erste Übung – Fußballfans im Visier

Im weiteren Verlauf der Feierstunde nahmen auch die Polizisten ihre neue Übungsstrecke mit einer Übung in Besitz. Dabei kam es während der simulierten Anreise von Fans zu verschiedenen Straftaten und Köperverletzungsdelikten. Gegnerische Fans hatten den Zug am Bahnhof Bad Düben angegriffen. Die sich im Zug befindlichen Fans zogen daraufhin die Notbremse, wodurch eine Weiterfahrt des Zuges verhindert wurde. Es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen der beiden Fanlager. In Absprache mit der DB AG untersagte der Polizeiführer eine Weiterfahrt und Einsatzkräfte der Bundespolizeiabteilung Bad Düben wurden per Hubschrauber zum Einsatzort beordert. Anschließend drangen sie in den Waggon ein, räumten diesen und setzten die Störer außerhalb des Zuges fest. Infolge dessen kam es zu Identitätsfeststellungen, Durchsuchungen, Gewahrsamnahmen, Belehrungen und Aufenthaltsverboten.

Steffen Brost

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