Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Zwei Angler aus dem Raum Eilenburg auf der Ostsee vermisst – Suche eingestellt
Region Polizeiticker Zwei Angler aus dem Raum Eilenburg auf der Ostsee vermisst – Suche eingestellt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:04 14.12.2015
Seenotretter und Polizei suchen auf der Ostsee vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns derzeit nach mehreren Vermissten (Symbolbild).  Quelle: dpa
Boiensdorf/Sassnitz

 Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns werden bei rauer See zwei Angler aus dem Raum Eilenburg und ein polnischer Fährpassagier vermisst. Bei der Suche nach den als erfahren geltenden Anglern, die von einem Bootsausflug nicht zurückgekommen waren, wurden am Freitag nordöstlich der Insel Poel ein Überwachungsflugzeug, zwei Hubschrauber und ein Schiff eingesetzt.

„Das Suchgebiet ist wegen des Südwestwindes sehr groß“, sagte die Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Antke Reemts, am Freitag in Bremen. Am Nachmittag wurde die Suche dann eingestellt. Gefunden wurde bis dahin nichts - weder das Schiff noch die Angler oder Teile ihrer Ausrüstung.

Während der Wind am Donnerstag mit Stärke vier bis fünf über die Ostsee blies, nahm er am Freitag noch zu. Gegen Mittag meldete der Deutsche Wetterdienst Stärke sechs bis sieben und in Böen bis Stärke neun, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar sagte. Die Retter gehen vom Schlimmsten aus. Die 42 und 61 Jahre alten Angler aus Nordsachsen waren am Donnerstagfrüh mit ihrem offenen Boot mit Außenbordmotor aufgebrochen. Als die Urlauber mit dem fünf Meter langen Boot am Abend nicht zurückkehrten, meldeten Bekannte sie als vermisst.

Am Ufer bei Boiensdorf wurden nur ihr Bootstrailer und der Transporter gefunden. „Bei sechs Grad Wassertemperatur sind die Überlebenschancen - sollten die Männer ins Wasser gefallen sein - gering“, sagte Reemts. Im Laufe des Tages hatte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar noch die Hoffnung geäußert, die Männer lebend finden zu können. Sie sollen Rettungswesten getragen haben. Vielleicht seien sie auch an bisher unbekannter Stelle an Land gegangen und hätten sich nur noch nicht melden können, hatte der Sprecher gesagt. „Vielleicht sitzen sie irgendwo.“ Dann aber wurde die intensive Suche am Nachmittag beendet, die Hubschrauber und das Flugzeug abgezogen. Sie soll laut Reemts auch nicht wieder aufgenommen werden.

Die Wasserschutzpolizei Wismar will nur noch im Rahmen ihrer Streifentätigkeit auf See Ausschau halten. Die Suche nach dem Polen, der von einer Autofähre zwischen dem schwedischen Ystad und dem polnischen Swinemünde verschwunden sein soll, wurde ebenfalls ohne Erfolg beendet.

Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages mehrmals aktualisiert.

Von LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Polizeikräfte in Sachsen sollen aufgestockt werden. Spätestens mit dem Doppelhaushalt für 2017/2018 soll ein deutliches Stellenplus kommen – bis dahin wird der Personalabbau gestoppt. Das sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) der LVZ.

20.11.2015

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat das Verbot der „Nationalen Sozialisten Döbeln“ bestätigt. Gegen das Verbot waren die rechtsextreme Vereinigung und eines ihrer Mitglieder vorgegangen. Ihre Klage wurde nun abgewiesen, wie das Bautzener Gericht am Donnerstag mitteilte.

13.11.2015

Seit Anfang der Woche hat die Schulleitung des Wettiner Burggymnasiums (Saalekreis) vermehrt anonyme Drohungen bekommen. Deswegen durchsuchte die Polizei in einem Großeinsatz am Donnerstagmorgen alle Schüler, Lehrer und das Gebäude.

05.11.2015