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Schkeuditz 21 Millionen Euro für Stadtsanierung
Region Schkeuditz 21 Millionen Euro für Stadtsanierung
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15:15 19.05.2015
So hat das Schkeuditzer Straßenbahndepot 1990 ausgesehen. Auch wenn ein Abriss - wie beim Gebäude rechts - im Gespräch war, ist es heute nach dem Willen der Stadträte nahezu vollständig saniert. Quelle: Roland Heinrich

Grund genug, in einer Ausstellung auf 20 Jahre zurückzublicken, die das Bild der Flughafenstadt wesentlich verändert haben. Noch heute und morgen kann die Präsentation im Rathaus besichtigt werden.

"Ich kenne keine Stadt in Sachsen, die so viel Wert auf die Erschließung von Grundstücken gelegt hat", sagte Thomas Bleier, Geschäftsführer der Stadtentwicklung GmbH Steg und Regionalleiter der Dresdner Niederlassung. "Rund 41 Prozent der Fördermittel flossen in entsprechende Anlagen", sagte Beier. Der Diplom-Ingenieur für Raumplanung war einst selbst in der Schkeuditzer Stadtverwaltung tätig und blickte jüngst auf 20 Jahre der Stadtsanierung zurück. Seit 1990 nämlich ist die Steg eng mit den Planungen und deren Umsetzung verbunden - und wird es auch weiter sein.

Im Auftrag der Partnerstadt Bühl fertigte die Steg für Schkeuditz bereits 1990 eine Grobanalyse der städtebaulichen Missstände und untersuchte Sanierungsmöglichkeiten. Die Fakten waren ernüchternd: 50 Prozent der Wohnungen im etwa 27 Hektar großen Sanierungsgebiet entsprachen nicht mehr den Anforderungen. Von 460 Wohnungen standen 111 leer. Nur zwei Prozent der Gebäude waren ohne Mängel.

Innerhalb des besagten Zeitraums sind 14,3 Millionen Euro vom Bund und vom Freistaat nach Schkeuditz gegangen. Knapp sieben Millionen hat die Stadt an Eigenmitteln beigesteuert, um etwa den Marktplatz umzugestalten, das Rathaus oder auch das historische Straßenbahndepot zu sanieren. 205 private und kommunale Maßnahmen wurden bis Ende 2011 gefördert. Bis auf die momentan im Bau befindliche Umgestaltung des Rathausplatzes sowie die Gehwegabschnitte in der Mühl- und in der Halleschen Straße sind alle Straßen, Wege, Plätze und öffentlichen Gebäude im Sanierungsgebiet erneuert.

"Die rund 21,3 Millionen Euro haben etwa 175 Millionen Euro Folgeinvestitionen ausgelöst", meinte Beier. "Das ist beeindruckend und darauf kann Schkeuditz stolz sein", ergänzte er. Ebenfalls von Vorteil für die Flughafenstadt sei, dass innerhalb der Verwaltung seit 20 Jahren das gleiche Projektteam arbeite. "Schkeuditz ist eine der wenigen Städte, die regelmäßig an Besprechungen teilgenommen und notwendige Rapports geliefert hat", fügte Beier noch hinzu.

Mit dem Ende der städtebaulichen Sanierung sind Missstände indes nicht gänzlich beseitigt. Deshalb hat die Steg jetzt den Auftrag, ein Strategiekonzept zu erarbeiten. Hauptsächlich am Markt soll künftig etwas geschehen: Neubauten sind am nördlichen Markt und vor dem Kulturhaus Sonne an der Westseite gewünscht. Auch in der Friedrich-Ebert-Straße, der Schul- und der Ringstraße sollen mit Neubauten Lücken geschlossen werden. Der Neubau der Volkssolidarität, der am Rathausplatz eine Lücke schließt, ist bekanntlich für das nächste Jahr ankündigt.

Die Ausstellung im Rathaus ist heute von 10 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr und morgen von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2013
Roland Heinrich

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