Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Sprühregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
21 Millionen Euro für Stadtsanierung

21 Millionen Euro für Stadtsanierung

Rathaus, Marktplatz oder Straßenbahndepot - in Sachen Stadtsanierung ist in Schkeuditz allerhand geschehen. Mehr als 21 Millionen Euro flossen seit der politischen Wende 1990 bis Ende 2011 in entsprechende Sanierungsmaßnahmen.

Voriger Artikel
"Hier müsst ihr euch streicheln" - Robert-Franz-Singakademie und Schkeuditzer Singekreis proben in Halle
Nächster Artikel
SPD will alte Beschlüsse aufheben

So hat das Schkeuditzer Straßenbahndepot 1990 ausgesehen. Auch wenn ein Abriss - wie beim Gebäude rechts - im Gespräch war, ist es heute nach dem Willen der Stadträte nahezu vollständig saniert.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Grund genug, in einer Ausstellung auf 20 Jahre zurückzublicken, die das Bild der Flughafenstadt wesentlich verändert haben. Noch heute und morgen kann die Präsentation im Rathaus besichtigt werden.

"Ich kenne keine Stadt in Sachsen, die so viel Wert auf die Erschließung von Grundstücken gelegt hat", sagte Thomas Bleier, Geschäftsführer der Stadtentwicklung GmbH Steg und Regionalleiter der Dresdner Niederlassung. "Rund 41 Prozent der Fördermittel flossen in entsprechende Anlagen", sagte Beier. Der Diplom-Ingenieur für Raumplanung war einst selbst in der Schkeuditzer Stadtverwaltung tätig und blickte jüngst auf 20 Jahre der Stadtsanierung zurück. Seit 1990 nämlich ist die Steg eng mit den Planungen und deren Umsetzung verbunden - und wird es auch weiter sein.

Im Auftrag der Partnerstadt Bühl fertigte die Steg für Schkeuditz bereits 1990 eine Grobanalyse der städtebaulichen Missstände und untersuchte Sanierungsmöglichkeiten. Die Fakten waren ernüchternd: 50 Prozent der Wohnungen im etwa 27 Hektar großen Sanierungsgebiet entsprachen nicht mehr den Anforderungen. Von 460 Wohnungen standen 111 leer. Nur zwei Prozent der Gebäude waren ohne Mängel.

Innerhalb des besagten Zeitraums sind 14,3 Millionen Euro vom Bund und vom Freistaat nach Schkeuditz gegangen. Knapp sieben Millionen hat die Stadt an Eigenmitteln beigesteuert, um etwa den Marktplatz umzugestalten, das Rathaus oder auch das historische Straßenbahndepot zu sanieren. 205 private und kommunale Maßnahmen wurden bis Ende 2011 gefördert. Bis auf die momentan im Bau befindliche Umgestaltung des Rathausplatzes sowie die Gehwegabschnitte in der Mühl- und in der Halleschen Straße sind alle Straßen, Wege, Plätze und öffentlichen Gebäude im Sanierungsgebiet erneuert.

"Die rund 21,3 Millionen Euro haben etwa 175 Millionen Euro Folgeinvestitionen ausgelöst", meinte Beier. "Das ist beeindruckend und darauf kann Schkeuditz stolz sein", ergänzte er. Ebenfalls von Vorteil für die Flughafenstadt sei, dass innerhalb der Verwaltung seit 20 Jahren das gleiche Projektteam arbeite. "Schkeuditz ist eine der wenigen Städte, die regelmäßig an Besprechungen teilgenommen und notwendige Rapports geliefert hat", fügte Beier noch hinzu.

Mit dem Ende der städtebaulichen Sanierung sind Missstände indes nicht gänzlich beseitigt. Deshalb hat die Steg jetzt den Auftrag, ein Strategiekonzept zu erarbeiten. Hauptsächlich am Markt soll künftig etwas geschehen: Neubauten sind am nördlichen Markt und vor dem Kulturhaus Sonne an der Westseite gewünscht. Auch in der Friedrich-Ebert-Straße, der Schul- und der Ringstraße sollen mit Neubauten Lücken geschlossen werden. Der Neubau der Volkssolidarität, der am Rathausplatz eine Lücke schließt, ist bekanntlich für das nächste Jahr ankündigt.

 

 

Die Ausstellung im Rathaus ist heute von 10 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr und morgen von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2013
Roland Heinrich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Schkeuditz
  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

23.09.2017 - 08:57 Uhr

Der Aufsteiger schafft den ersten Heimsieg in der Oberliga und klettert in das obere Tabellendrittel.

mehr
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr