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Schkeuditz 25. Karnevals-Session entführt das Publikum ins Mittelalter
Region Schkeuditz 25. Karnevals-Session entführt das Publikum ins Mittelalter
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06:00 08.02.2010
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Glesien

In einer Zeit, in der noch keine Metallvögel den Glesiener Himmel tagein, tagaus hell erleuchten lassen, regiert Graf von Ofterwelle das Ödland. Der Herr verlässt das Gemäuer eher selten, was vor allem die Schlossgeister stört. Henriette von Nachtschatten und Bibi von Nachtgeschrei stört das besonders, weil sie seit 200 Jahren nicht mehr wirklich ihr Unwesen treiben konnten. Eines Tages hat das Warten ein Ende, der Graf verreist, sodass die Damen endlich das Zepter übernehmen können.  

Auch im Leipziger Umland wurde am Wochenende kräftig gefetet und gefeiert. Von Zwochau bei Delitzsch über Eilenburg, Trebsen bis nach Geithain waren unsere Fotografen vor Ort, um die schönsten Impressionen für Sie einzufangen.

  „Das mittelalterliche Motto für die Veranstaltung steht seit dem Sommerfest“, sagt GKV-Präsidentin Viktoria Wolf. „Dazu sollten sich die Familien je ein Wappen ausdenken, was sie am besten beschreibt“, fügt die 63-Jährige an. Diese dürfen beim Burgspektakel nicht fehlen. Schließlich nehmen die Zeichen an den Wänden den Charme des Ortes, an dem sonst der Ball regiert. Nicht unerheblich helfen dabei die lebensgroßen Zeichnungen von Rittern, die Wolf mit Pinsel in Mosaik-Manier zu Papier gebracht hat. Dekorativ entsteht so die Glesiener Burg. Prinzessin Frieda, wahrlich keine Schönheit, sucht schon seit Jahrhunderten nach ihrem Traumprinz. Bis sie eines Tages im Hofgarten ihren goldenen Ball in den Brunnen fallen lässt. Fünf Frösche erbarmen sich ihrer, befördern den Ball nach oben und hoffen auf ihr Glück. Allerdings müssen sie zuvor die Hürde der königlichen Jury nehmen. Denn ohne das Urteil von König Dieter von Polenburg, Königin Sylvie und Bruce de Narr geht gar nichts. Weder der Frosch aus Bleys Teich, die fette Kröte, der Laub- oder der Ochsenfrosch können deren Herzen erweichen. Erst die letzte Unke, die hässlichste von allen, verzückt die Prinzessin, was Vater Dieter überhaupt nicht verstehen kann. „Töchterchen det isser wohl? Hatter Geld?“, sagt er fassungslos gen Krummbuckel und Supernase. Gleich und Gleich gesellt sich eben gern. „Und es war als ob sie in den Spiegel schaute, die Nase, die Ohren, alles war gleich hässlich“, endet die Geschichte. Das Finale der gut einstündigen Show gipfelt im Thriller-Tanz. Untote bewegen sich, erstklassig geschminkt und ausstaffiert, zu der Michael-Jackson-Melodie schlechthin. Mit einem dreifachen GKV-Hellau endet die 25. Session mit einem Glanzpunkt. Die Narren danken ihrer Präsidentin für Engagement, ihre Treue und dafür, dass sie es schafft, zur närrischen Zeit immer wieder einen kulturellen Höhepunkt zu setzen. Viktoria Wolf ist seit 25 Jahren Präsidentin des GKV. Drei Generationen bringt sie im Verein unter einen Hut. „Allein geht nichts“, dankt sie abschließend.

Alexander Bley

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