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Schkeuditz 270 000 Euro für Azubi-Werkstätten in Schkeuditz
Region Schkeuditz 270 000 Euro für Azubi-Werkstätten in Schkeuditz
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00:18 11.02.2017
Die Glaser des dritten Lehrjahres waren bei ihrer gestrigen Vorprüfung ganz schön gefordert. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Interessante Einblicke in den Ausbildungsalltag bot das Berufliche Schulzentrum (BSZ) in der Edisonstraße in Schkeuditz. So waren Glaser im Werkstattkeller des Hauses 1 dabei, die Herstellung eines Bleiglasfensters vorzubereiten. Es galt, zu rechnen, zu zeichnen und Ideen auf Papier zu bringen. Handwerklicher ging es bei den Glasern des dritten Lehrjahres zu. Die hatten am Dienstag eine Probeprüfung. Wie Michael Manche erklärte, sollte innerhalb von vier Stunden ein Teil eines Fensters in kompletter Handarbeit gefertigt werden. Der Fachlehrer für Tischler, der zum Teil auch die Glaser unterrichtet, sagte, dass die eigentlichen Prüfungen um den Juli herum stattfinden. „Das ist eine länderübergreifende Klasse. Je nach zuständiger Handwerkskammer finden die Prüfungen zu unterschiedlichen Terminen statt“, erklärte er.

Mehr als 1200 Auszubildende lernen am BSZ, informierte Schulleiter Dietrich Lehne. „Damit gehören wir zu den großen Einrichtungen im Landkreis“, sagte er und betonte, dass sich Nordsachsen als Träger der Einrichtung mehrfach zum Standort bekannt habe. Mehr noch: „Der Landkreis plant, bis 2019 insgesamt etwa 270 000 Euro in die Ausstattung der Werkstätten zu investieren“, gab Lehne bekannt. Es gehe um neue Schleif- und CNC-Maschinen in den Glaser- und Tischler- beziehungsweise Holzmechaniker-Werkstätten. Mehr Platz könne man jetzt schon gebrauchen, meinte der Schulleiter auf die Gebäudesituation angesprochen. „Ich freue mich natürlich, dass der Landrat in den nächsten fünf Jahren einen Neubau umsetzen möchte“, sagte er.

Mit dem Kauf eines Nachbar-Grundstückes am BSZ durch die Stadt Schkeuditz war bekannt geworden, dass ein Neubau geplant sei. Der nordsächsische Landrat Kai Emanuel (parteilos) hatte mitgeteilt, an dem von der Stadt erworbenen und dem Landkreis angebotenen Grundstück Interesse zu haben und mittelfristig einen Neubau für das BSZ umsetzten zu wollen (die LVZ berichtete).

Die Lehrlingszahlen sind stabil: „Wir wollen aber auch neue Berufe anbieten“, sagte Lehne. Dazu liefen Gespräche mit dem Ministerium. Mehr könne er noch aber nicht sagen. Sollten neue Ausbildungsberufe kommen, wäre spätestens da ein weiteres Haus für das BSZ fällig.

Ein Sorgenkind hat Lehne aber auch: „Ich bekomme die Klassen für die berufsbegleitende Fachoberschule nicht voll“, sagte er. Pro Jahr würden sich sechs oder sieben Interessenten bewerben. Das reiche nicht für eine Klassenstärke. Hier sei das BSZ im Nachteil gegenüber privaten Anbietern, die keine Klassenstärke beachten müssen. Sich berufsbegleitend zu qualifizieren halte er für wichtig und kann das Desinteresse nicht nachvollziehen. Offensiver will er dafür und für das BSZ allgemein werben.

Gegenüber dem Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler), der das BSZ besuchte, bot er an, auch die Stadträte einmal ins BSZ einzuladen und herumzuführen. Mit den Grundschulen der Stadt habe das BSZ im vergangenen Jahr einen Pädagogischen Tag mit den Lehrern durchgeführt. „In diesem Jahr steht im Oktober ein Gegenbesuch unserer Lehrer in den Grundschulen an“, informierte Lehne. Wie die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium und der Oberschule verstärkt werden könnte, wäre ein Thema für die Schulleiterkonferenz im März.

Von Roland Heinrich

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