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Schkeuditz 40 Jahre Luftrettung: Helikopter sind seit fünf Jahren gelb
Region Schkeuditz 40 Jahre Luftrettung: Helikopter sind seit fünf Jahren gelb
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17:18 26.01.2010
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Jetzt ist für weitere acht Jahre der Auftrag von Sächsischen Innenministerium für diese Station erteilt worden.

„Es war nicht ohne Schwierigkeiten, jetzt aber haben wir bis zum 31. Dezember 2017 den Auftrag erhalten“, freut sich Repräsentant Helmut Büschke. Einen weiteren Grund, warum er zu der gestrigen Pressekonferenz geladen hatte, nannte er anschließend: „Die Luftrettung in Deutschland begeht in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen.“ Dies sei ausreichend Anlass, sich bei den Piloten, den Rettungsassistenten und den Notärzten für deren Leistungen zu bedanken. Sechs Piloten und fünf Rettungsassistenten seien in der Luftrettungsstation angestellt, erklärt Büschke.

Dölzig. Die beiden ADAC-Hubschrauber „Christoph 61“ und „Christoph 72 Leipzig“, die im Hangar der Dölziger Luftrettungsstation untergebracht sind, begehen in diesem Jahr ihr fünftes Einsatzjahr unter gelber Flagge. Jetzt ist für weitere acht Jahre der Auftrag von Sächsischen Innenministerium für diese Station erteilt worden. Das LVZ-Online-Videoteam hat die Retter aus der Luft besucht.

Die Notärzte, die hier zum Einsatz kommen, sind allesamt in der Nebentätigkeit beschäftigt. „Aktuell haben wir 28 Ärzte“, weiß Fritjoff König, Notarzt bei der Luftrettung schon seit etwa zwanzig Jahren und Professor an der Universitätsklinik in Leipzig. „Nur Fachärzte werden zugelassen und mindestens zwei bis drei Jahre im Notdienst am Boden sind nachzuweisen“, erklärt König. Die Pauschale, die die Ärzte hier erhalten, würde von dem Entgelt der Bodenkräfte überstiegen, sieht er eine Bestätigung für dein gutes Team und ein gutes Miteinander.

Seit zwei Jahren erst ist die Dölziger Luftrettungsstation in Betrieb. Zuvor waren die beiden ADAC-Helikopter am Flughafen Leipzig/Halle untergebracht. Nach einer Investition von 3,7 Millionen Euro wurden die Automatiktore des Dölziger Hangars Ende 2007 dann geöffnet. Der Weggang vom Flughafen wurde mit weiten Wegen, fälligen Gebühren und komplizierten Sicherheitsbestimmungen begründet.

Die Dölziger ist wohl modernste Station in Deutschland und neben Senftenberg der zweite Hangar, in dem ein Rettungs- und ein Intensivtransporthubschrauber stationiert sind. Das kreisförmige Einsatzgebiet der beiden nach dem Schutzheiligen der Reisenden, St. Christopherus, benannten ADAC-Helikopter wird durch die Autobahn 9 in Sachsen und Sachsen-Anhalt geteilt. Dabei seien in Sachsen im letzten Jahr 1957 Einsätze geflogen worden, teilt Büschke mit. Warum es in gleichem Zeitraum in Sachsen-Anhalt nur 627 waren, erklärt er sich mit einer vermutlich geringeren Einwohnerdichte.

„Zudem sind nicht die schweren Unfälle oder Katastrophen der Hauptgrund, warum wir gerufen werden“, weiß König. „Herzinfarkte, Gehirnblutungen oder Fieberkrämpfe bei Kindern sind typische Einsätze“, erklärt er. Von den insgesamt 2604 Einsätzen 2009 seien 2170 Notfälle gewesen. Aber auch Verlegungen von Patienten oder Organtransporte werden übernommen.

Roland Heinrich

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