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46 Hektar für neues Gewerbe - Airport beplant Areal am Bahnhof Schkeuditz-West

46 Hektar für neues Gewerbe - Airport beplant Areal am Bahnhof Schkeuditz-West

Der Technische Ausschuss von Schkeuditz hat einen Städtebaulichen Vertrag zwischen dem Flughafen Leipzig/Halle und der Stadt beschlossen. Damit kann der Airport ein etwa 46 Hektar großes Gebiet in der Umgebung des Bahnhofes-West mit einem Bebauungsplan versehen - auf eigene Kosten.

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Das Gebiet, das mit einem Bebauungsplan versehen wird, ist etwa 46 Hektar groß und rot umrandet. Es befindet sich im Besitz des Flughafens Leipzig/Halle, die planerische Hoheit aber bleibt in den Händen Schkeuditz'. Die Stadt entscheidet, welches Gewerbe sich hier ansiedelt.

Quelle: GoogleMapsRoland Heinrich

Schkeuditz. "Der Flughafen ist in den letzten Wochen an uns herangetreten und hat uns die gewerbliche Entwicklung in seinem Umfeld geschildert", informierte Sachgebietsleiterin Gabriele Oertel vom Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft am Dienstagabend. Demnach steige der Bedarf an mit einem Bebauungsplan gesicherten Flächen. Auch konkrete Standort-Anfragen seien beim Flughafen schon eingegangen, führte Oertel aus. Für eine Gewerbeansiedlung müsse ein B-Plan erstellt werden. Bei dem Gebiet handele es sich zum Teil noch um Ackerland. Um die Kosten der Bauleitplanung rechtlich abzusichern, sei der Vertrag zwischen Airport und Stadt nötig, erklärte Oertel.

"Die Stadt geht hier kein Risiko ein. Wir behalten bei dem Gebiet die planerische Hoheit ohne die finanziellen Risiken tragen zu müssen", sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Seit Jahren seien die Flächen zwischen der Autobahn 9, der S-Bahn-Strecke Halle-Leipzig und dem Gewerbegebiet Nord im Angebot des Flughafens. "Jetzt ist der Investor bereit, hier Geld in die Hand zu nehmen", sagte er.

Stadtrat Uwe Werner (CDU) bezweifelte den Bedarf und verwies auf den Güterbahnhof bei DHL und dessen Ineffektivität (die LVZ berichtete). "Außerdem möchte ich fragen, ob sich die Stadt Gedanken gemacht hat, welche Auswirkungen eine Bebauung auf die Wehlitzer hat", fügte Werner an. "Ich denke, den Wehlitzern kann hier nichts besseres passieren, als dass die Flächen mit Gebäuden bebaut werden", entgegnete Oertel mit Verweis auf deren lärmhemmende Wirkung. Zudem verwies die Sachgebietsleiterin darauf, dass die Stadt natürlich auf Lärmauswirkungen ein Augenmerk haben werde. "Ich weise noch einmal darauf hin, dass alle Entscheidungen, was hier passiert, Entscheidungen der Stadträte sein werden", ergänzte Enke.

Unterdessen scheint der Bebauungsplan für das Gebiet, das "Airport Gewerbegebiet Nördlicher Bierweg" bezeichnet wird, bereits in der Schublade des Flughafens zu liegen. In der nächsten Sitzung des Ausschusses nämlich soll bereits dessen Aufstellungsbeschluss gefasst werden. Was konkret im Gebiet passieren wird, konnte Flughafensprecher Uwe Schuhart nicht sagen.

Das bis zum ersten Quartal 2014 neben dem World-Cargo-Center (WCC) geplante neue Luftfrachtzentrum Air-Cargo-Center (ACC) liegt nicht innerhalb des neuen Plangebietes. Auch das von der DH Beteiligungen AG geplante Logistiksicherheitszentrum (die LVZ berichtete) liegt außerhalb der neuen Gewerbe-Fläche. Für letzteres Vorhaben läuft die Baugenehmigung übrigens im September nach dreijähriger Gültigkeit aus, kann aber verlängert werden. "Ansiedlungen im neuen Gewerbegebiet müssen nicht unbedingt etwas mit dem Flughafen zu tun haben", informierte Enke noch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2013

Roland Heinrich

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