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50 Zentimeter mehr für Innenstadtverkehr

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Im Schkeuditzer Stadtzentrum soll bis zum Ende dieses Monats ein Abschnitt der Straße Rathausplatz verbreitert werden. Diesen Terminplan bestätigte gestern Stadtsprecher Helge Fischer auf Anfrage der LVZ.

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50 Zentimeter weiter rechts können die Autos ab Februar parken.

Quelle: Roland Hienrich

Schkeuditz. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses hatten jene Verbreiterung um 50 Zentimeter nach langem Hin und Her im Oktober so beschlossen. Grund, weshalb vorwiegend die SPD-Fraktion des Schkeuditzer Stadtrates die Verbreiterung wollte, war zum einen eine momentan ungenügende und für die Fraktion widerrechtliche Straßenbreite. Zum anderen waren in dem betreffenden Abschnitt der Straße - von der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/Bahnhofstraße bis zu den Gleisen der Straßenbahn - aufgrund der Enge an mehreren parkenden Autos Seitenspiegel verlustig gegangen.

Die jetzige Verlegung der Parkflächen an der Ost-Seite der Straße um 50 Zentimeter in Richtung Fußgängerbereich soll Entspannung bringen. Immerhin verkehrt hier der Linienbus und auch die Feuerwehr nutzt das Straßenstück, um zu Einsätzen nördlich vom Stadtzentrum zu gelangen. Doch auch mit der faktischen Verbreiterung der Tempo-20-Zone sieht SPD-Verkehrsexperte Kurt Arnhold die rechtlichen Vorgaben noch nicht erfüllt: "Eine Fahrspur muss mindestens 2,75 Meter breit sein. Das ist so festgeschrieben. Um diese Fahrspurbreite zu erreichen, müssten die Parkflächen um 70 Zentimeter versetzt werden", meinte er. Und weitere 20 Zentimeter seien wegen der Breite des Fußgängerbereiches auch ohne weiteres möglich. Hatte der 73-Jährige sich nach dem Beschluss des TA noch den Gang zur Landesdirektion vorbehalten - selbst hatte der SPD-Mann den Beschluss abgelehnt -, will Arnhold jetzt zunächst abwarten. "Wir werden uns angucken, wie der Beschluss umgesetzt wird und auch die Reaktion der Bevölkerung abwarten", sagten Arnhold und Fraktionschef Jens Kabisch gestern unisono.

Wie die Umsetzung erfolgen soll, ließ der Stadtsprecher durchblicken: "Die abgrenzenden Nägel, die einen gewölbten Kopf haben, sind bestellt." Jene ­gewölbten Nagelköpfe sind etwa handtellergroß und werden ohne Reflektorflächen daherkommen. In die Erde geschlagen markieren die Nägel dann die neuen Begrenzungen der Parkplätze. "Die jetzt bestehenden Parkflächen werden versetzt", beantwortete Fischer die Frage nach dem Bereich der Straßenverbreiterung. Damit wird es auf beiden Seiten des im Straßenabschnitt liegenden Fußgängerüberwegs eine Verbreiterung der Fahrspuren geben.

"Am Fußgängerüberweg ist eine zusätzliche Beleuchtung nötig", erwähnte Fischer. Mit der Straßenverbreiterung werde auch eine entsprechende Beleuchtung kommen. Ob diese in Form einer Lampe oder als ein beleuchtetes Verkehrsschild an einem über den Weg reichenden Mast kommt, konnte der Stadtsprecher nicht genau sagen. Auch warum mit der Versetzung der Parkflächen, die eigentlich mit einer dann besseren Sicht auf den Fußgängerüberweg einhergeht, jetzt eine Ausleuchtung nötig ist, ließ er offen. Zu den Kosten konnte Fischer gestern nichts sagen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.01.2014
Roland Heinrich

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