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Schkeuditz 700 Päckchen gehen auf die Reise nach Moldawien
Region Schkeuditz 700 Päckchen gehen auf die Reise nach Moldawien
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08:03 11.12.2018
Es geht auf Reisen: Die gepackten Weihnachtspakete des Hoffnungszentrums Schkeuditz starten am Mittwoch Richtung Moldawien und Rumänien. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Mittwoch geht’s los: 700 gepackte Pakete werden auf einen Lkw geladen und gehen auf die 2000 Kilometer lange Reise nach Moldawien und Rumänien. Das Schkeuditzer Hoffnungszentrum organisiert diese Hilfsaktion in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal.

Gemeindeleiter Andreas Haller ist stolz. Stolz auf all die Schkeuditzer, die sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion „Weihnachtspäckchen für Moldawien“ beteiligt haben. „Die partnerschaftlichen Beziehungen nach Moldawien bestehen seit 2008“, so Haller. „Seither haben wir dort schon viele Projekte realisiert.“ Die Bereitstellung von Baumaterial, Bekleidung, Spielsachen und Schulmaterialien stehe im Vordergrund. „Aber auch die Eigeninitiative der Instandsetzung vor Ort ist ein Beitrag der Mitglieder vom Hoffnungszentrum Schkeuditz, der den Menschen in den armen Regionen hilft.“ So seien in der Vergangenheit bereits Dächer repariert, Türen eingesetzt, Fußböden saniert und Öfen instandgesetzt worden. Dabei ist es dem Gemeindeleiter wichtig, die Baumaterialien vor Ort zu kaufen, um die Wirtschaft zu fördern. „Ohne die Spenden der Schkeuditzer wäre das aber nicht möglich“, sagt er.

Von der Bekleidung bis zur Zahnpasta

Allein 100 Päckchen kamen vom Gymnasium Schkeuditz und der Grundschule Wehlitz. Die Schüler Kalep Lüers und Jasmin Struzyna hatten beim Packen einen Zettel, auf dem stand, was benötigt wird. Von Kosmetikartikeln wie Seife, Zahnpasta, Haarwäsche bis zu Bekleidung, wie Strümpfen, Mützen oder Schals – alles fand Platz in den Paketen. Dass auch so manche kleine Weihnachtsüberraschung wie Teddys, Puppen und andere Spielsachen verstaut wurde, ist immer wieder für die Familien mit ihren Kindern in Moldawien und Rumänien eine besondere Überraschung.

Zusätzlich zu den Waren des täglichen Bedarfs seien auch gebrauchte Fahrräder, Rollstühle oder Gehhilfen in den Regionen sehr beliebt, so Haller. Sie wurden vor dem Verstauen im Lkw von Manfred Heumos noch einmal auf ihre Funktion überprüft. Er wird mit seiner Frau Karola zum ersten Mal bei der Übergabe und dem Verteilen beim orthodoxen Weihnachtsfest dabei sein.

„Für meine Mitglieder und mich ist es ein Bedürfnis, hier zu helfen und denen, die nicht soviel haben, etwas von uns abzugeben“, meint Erik Sperling, der Vorsitzende des Glesiener Vereins zur Erhaltung alter Fahrzeuge. Auch sie haben Pakete gepackt und sie zum Hoffnungszentrum gebracht. Ebenso wie die 64-jährige Sigrid Daul. Sie ist Mutter von drei Kindern und acht Enkeln. „Etwas vom Überfluss abzugeben, tut keinem weh“, sagt sie. „Und die es dringend brauchen, freuen sich umso mehr.“

Von M. Strohmeyer und L. Polenz

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