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Schkeuditz ALG-II-Empfänger jobben auf Malta: Sonne, Arbeit und Erfahrungen
Region Schkeuditz ALG-II-Empfänger jobben auf Malta: Sonne, Arbeit und Erfahrungen
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21:00 03.10.2010
Voller Tatendrang verabschiedet: Malta-Gänger Robert Schmidt und Teresa Lang vom ICC Sprachinstitut. Quelle: Karoline Maria Keybe
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Schkeuditz

Auf der Mittelmeerinsel haben die Arbeitslosen dank des Projektes „Job Bridge Malta“ für acht Wochen die Möglichkeit, zu arbeiten und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Seit August 2009 wird das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt von der LBW Aus- und Fortbildungsgesellschaft, dem ICC Sprachinstitut und der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Leipzig durchgeführt. Für die dritte Runde bewarben sich im Juli diesen Jahres 46 junge Menschen aus Leipzig und Umgebung um einen der beliebten Plätze, doch nur 23 von ihnen konnten sich in einem zweiwöchigen Auswahlverfahren durchsetzen. Voraussetzung seien neben dem Arbeitslosengeld-II-Bezug vor allem Motivation, Teamfähigkeit, Flexibilität, Mobilität und ein Mindestmaß an Englischkenntnissen, so Projektleiterin Annett Zornik von der ARGE Leipzig. Doch bevor es für die Sieger auf in die Sonne ging, folgte ein sechswöchiger Sprachkurs am ICC Sprachinstitut. Hier erweiterten die 18- bis 30-Jährigen nicht nur ihren englischen Wortschatz, sondern erfuhren zusätzlich etwas über maltesische Sprache und Tradition.

Für manche ist es das erste Mal, dass sie das Heimatland für so lange verlassen. Maria Kaufmann wirkt sichtlich nervös, immer wieder lässt sie sich von Mama und Papa drücken. Bald wird die 24-Jährige in einem ihr unbekannten Land an einer Hotelrezeption stehen, doch zuvor muss sie erst ihre Flugangst überwinden. An anderer Stelle gibt es tränenreiche Abschiedsküsse. Martin Köllner nimmt es alles gelassen, die Vorfreude überwiegt mehr als der Trennungsschmerz. Nur dass er sein Rad nicht mitnehmen konnte, stimmt ihn ein bisschen traurig. Doch egal – der gelernte Schauwerbegestalter freut sich „einfach auf eine geile Zeit“.

Wer jetzt denkt, die Projektteilnehmer machen einfach mal Urlaub, hat sich getäuscht. Alle werden sie von Montag bis Freitag einen normalen Arbeitstag bestreiten – unbezahlt. Übernachtet wird in Jugendherbergen. Zusätzlich stehen jedem Praktikanten für Essen und privaten Spaß 91 Euro pro Woche zu, die Unterkunft wurde vom Projekt im Voraus bezahlt.

Neben Eltern, Freunden und Liebsten werden die Praktikanten auch von Detlef Bischoff, dem maltesischen Honorarkonsul in Sachsen und Sachsen-Anhalt, sowie von Vertretern der ARGE Leipzig verabschiedet. „Haben Sie viel Spaß und kommen Sie wieder“, sagt Bischoff. Marcus Dix von der LBW ist sich sicher, dass die Teilnehmer dann größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werden. „Und somit aus dem Arbeitslosen-Bezug herausgelangen. Das wäre dann ein richtiger Erfolg.“

Karoline Maria Keybe

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