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Schkeuditz Ab Juli wird in Wehlitz gebaggert
Region Schkeuditz Ab Juli wird in Wehlitz gebaggert
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17:10 19.05.2015
Leipzigs Kommunale Wasserwerke erneuern die Abwasserentsorgung im Stadtgebiet Schkeuditz West. Quelle: Michael Strohmeyer

Für die Anwohner wird eine erste Zahlung im September fällig. Noch wird mit der Entsorgung von Phenol-belastetem Asphalt kalkuliert.

"2002 haben wir beschlossen, den Stadtteil Schkeuditz West in das Abwasserbeseitigungskonzept aufzunehmen und bis 2010 zu erschließen", führte Torsten Kröll von den KWL aus. Die Vorplanungen hätten 2005 begonnen und seien 2008 abgeschlossen gewesen. "Dann änderte sich aber die Wasser-Rahmenrichtlinie und wir setzten die Planungen vorerst aus", erklärte Kröll. Was sich ebenfalls und "erheblich" bereits 2007 änderte, war der Anteil der möglichen Förderung, führte der stellvertretende Geschäftsführer des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Leipzig Land (ZV Wall), Stephan Zeidler, aus. Beide, Zeidler und Kröll, stellten zum wiederholten Male das Bauvorhaben vor dem Technischen Ausschuss (TA) vor.

Seit September vergangenen Jahres hatte es mehrere Informationsveranstaltungen zur zentralen Abwasserentsorgung gegeben. Mit etwa 350 Euro pro Straßenfrontmeter sind die sogenannten Baukostenzuschüsse (BKZ), die die Anwohner nach Sächsischen Kommunalabgabegesetz zahlen müssen, hier besonders hoch. Es hatte sich eine Bürgerinitiative zusammengetan und ebenfalls Informationsgespräche geführt. Ein Stein des Anstoßes: Eine etwa 100000 Euro teure Entsorgung von mit Phenolen belastetem Asphalt soll mit auf die Anwohner umgelegt werden (die LVZ berichtete).

Wie jetzt bekannt wurde, scheint das Thema "belasteter Asphalt" zumindest bei der Stadtverwaltung vom Tisch zu sein. "Nach momentanem Erkenntnisstand stellt sich dieses Problem nicht", informierte Stadtsprecher Helge Fischer gestern auf Anfrage der LVZ. Das bedeute, dass der Asphalt nicht belastet sei. "Wir können das so noch nicht sagen", informierte indes KWL-Sprecher Thomas Flinth. Derzeit sei der Fachbereich dabei, Probebohrungen auszuwerten. "Die Ergebnisse werden im Juli erwartet", informierte Flinth. Momentan sei im BKZ die Entsorgung von belastetem Asphalt noch enthalten. "Diese Kosten sind nach konservativer Methode ermittelt worden", sagte Flinth.

"Der Anteil pro Straßenfrontmeter beträgt rund 343 Euro. Mindestens für zehn Meter muss der Eigentümer bezahlen. Bei 20 Metern ergeben sich Kosten in Höhe von etwa 6860 Euro", führte Kröll aus und präsentierte bekannte Zahlen. Neu ist, dass rund 91000 Euro Förderung - 200 Euro pro Einwohner - jetzt bewilligt worden sind. "Belastbare Aussagen können wir im Juli treffen, wenn die Ausschreibungsergebnisse vorliegen", sagte KWL-Sprecher Flinth.

Der Anschluss des Wohngebietes ans zentrale Netz erfolgt in zwei Bauphasen. Eine erste Zahlung wartet im September auf die Anwohner. Weitere Zahlungen sind im März, im April und im November 2014 fällig. Eine Schlussrechnung folgt 2015. "In 90 Prozent der Fälle haben unsere vorherigen Preis-Berechnungen bisher gestimmt", erwähnte Zeidler noch. Roland Heinrich

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2013

Roland Heinrich

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