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„Absolut wichtig für das Dorfbild“

„Absolut wichtig für das Dorfbild“

In acht bis zehn Wochen will der Unternehmer Thomas Jehring in das dann neue Gebäude in die Glesiener Lindenstraße umziehen. Mit seiner derzeit in der Ernst-Thälmann-Straße befindlichen TJL-Bausanierungs GmbH und mit den 15 Mitarbeitern.

Glesien. Dann hat er insgesamt knapp 450 000 Euro investiert und bekam davon rund 50 Prozent Förderung nach Richtlinien der Integrierten Ländlichen Entwicklung (Ile).

„Diese Sanierung ist absolut wichtig für das Dorfbild“, unterstreicht Ilka Prautzsch vom Regionalmanagement Delitzscher Land. Dieser Verein unterstützt und befördert Projekte, die dazu beitragen, dass Ortschaften im ländlichen Raum lebenswert bleiben oder werden. Dementsprechend fällt die Begründung für die Förderung der Sanierung nicht schwer: Das ­Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) befinde sich im Zentrum des Ortes, der dahinter liegende Hof werde von der Öffentlichkeit genutzt, da Sparkasse, Friseur, der Durchgang zum Konsum, der Zahnarzt oder die Pflanzenproduktions GmbH in unmittelbarer Umgebung liegen, zählt Prautzsch auf. Im Gebäude selbst ist die Physiotherapie von Diana Werner untergebracht. „Hier einen Termin zu bekommen, ist selbst für mich als dem Vermieter nicht so einfach“, erwähnt Jehring den enormen Zulauf. Erneut hätte Werner eine Arbeitskraft einstellen müssen, ergänzt Prautzsch. „Mit der Sanierung bekommt das Areal eine deutliche Aufwertung“, freut sie sich.

Im Umfeld der Lindenstraße 3 sei schon einiges geschehen. Zwei Gebäude seien durch die Pflanzenproduktion abgerissen worden und erst kürzlich ist hier die alte Gaststätte als ein bisheriger Schandfleck verschwunden (LVZ berichtete), erwähnt Prautzsch. Nun werde mit der Sanierung das LPG-Gebäudes ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan.

Grundsätzlich können Privatpersonen und Unternehmen bis zu 50 Prozent der Investitionskosten als nicht rückzahlbaren Zuschuss nach Ile-Richtlinie erhalten, informiert Prautzsch. „Bei Vereinen liegt die Förderung gar bei 75 bis 90 Prozent“, sagt sie und betont, dass auch in diesem Jahr wieder Fördermittel für die ländliche Entwicklung zur Verfügung stehen.

Gefördert werden, wie auch beim Projekt von Jehring, Umbau und Sanierung von leer stehenden Gebäuden für Gewerbe – hier ist egal ob zur Selbstnutzung oder zur Vermietung – und für Familien, die später selbst einziehen möchten. Der Abriss von Ruinen oder die Entsiegelung von Flächen – dies wäre hier auf dem Gelände eventuell noch zu leisten – werde mit bis zu 50 Prozent gefördert, heißt es vom Regionalmanagement Delitzscher Land.

Seit 2005 gibt es die TJL Bausanierungs GmbH, die in der jetzigen Behausung doch räumlich sehr beengt ist. „Jetzt werden wir sechs Büroräume haben und auch Duschen werden eingerichtet“, freut sich Jehring. „Innen ist so gut wie alles fertig“, sagt er. Schon erfolgt seien die Klempner-, Sanitär-, Trockenlegungs- oder Fenstereinbauarbeiten und die Installation der Heizungsanlage. Lediglich an der Treppe müsse noch gebaut werden. „Der Außenputz ist dann mit sechs Leuten schnell gemacht“, sagt Jehring. Ohne Förderung allerdings wäre dieses Projekt nicht durchzuziehen gewesen, betont er. Eine Tafel, die zehn Jahre am Gebäude angebracht sein muss, weist auf die erfolgte Förderung hin. „Da gibt es regelmäßig Kontrollen auch von der EU“, sagt Prautzsch.

Glesien gehöre zu den Ortschaften, bei denen die volle Förderung möglich wäre, erklärt Prautzsch. Die Ortsteile Freiroda, Gerbisdorf, Hayna, Radefeld und Wolteritz gehörten ebenfalls dazu. „In Schkeuditz selbst ist keine Förderung über dieses Programm möglich“, sagt sie. In Dölzig, Kleinliebenau und in Kursdorf gebe es eingeschränkte Fördermöglichkeiten.

www.delitzscherland.de

Roland Heinrich

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