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Schkeuditz Alarmstimmung nach Dauerregen
Region Schkeuditz Alarmstimmung nach Dauerregen
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06:00 29.09.2010
Wasser aus dem Keller: Bei Sandy Mühl in Papitz läuft die Pumpe Tag und Nacht. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

Dass auf den Elsterwiesen das Wasser steht, ist nach so viel Regen nichts Ungewöhnliches. Doch dass sich von Feldern Bäche in Grundstücke ergießen, weil der Boden das viele Regenwasser nicht mehr fassen kann, ist schon etwas Besonderes. „Das hatten wir noch nie. In der Paetzstraße drückt das Wasser gegen die Häuser“, schilderte gestern Bürgermeister Manfred Heumos mit Blick auf das Geschehen in der Siedlung Papitz. Das Wasser sucht sich seinen Weg in die Keller, wo versucht wird, es rauszupumpen, oder es fließt gleich selbst über Grundstücke in die Straßenkanalisation. „Wir versuchen alles Mögliche, den Leuten zu helfen“, sagte Heumos, der vielfach selbst nach eingehenden Anrufen vor Ort ist und versucht, beruhigend auf die Betroffenen einzuwirken. Manche Tour erledigt Heumos mit Stadtwehrleiter Uwe Müller gemeinsam.

Die Freiwillige Feuerwehr sorgte schon am Montagabend gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk mittels Abpumpen dafür, dass das Regenrückhaltebecken im Dölziger Gewerbegebiet nicht wieder überläuft und für Überschwemmungen sorgt. Gestern waren die Kommunalen Wasserwerke Leipzig selbst mit ihren Pumpen vor Ort. Derweil war die Schkeuditzer Wehr in anderen Ortsteilen und in der Kernstadt unterwegs, um auch dort mit Pumpen oder mit der Bereitstellung von Sandsäcken betroffenen Grundstücksbesitzern beizustehen. So zum Beispiel am Schkeuditzer Klingelborngraben, Am Wasserwerk oder auch in Radefeld. Mitarbeiter des städtischen Technische Service kontrollierten an Gräben die Durchlässe und befreiten sie von Grünzeug.

Manche Betroffene helfen sich selbst, weil sei die Alarmierung der Feuerwehr scheuen oder nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. Zum Beispiel in Papitz Sandy Mühl. Bei ihr in der Ludwig-Uhland-Straße drückte seit Montagmittag das Wasser nicht von den Feldern, sondern aus dem Boden durch das Mauerwerk in den Keller. Mit Lappen und Eimer war es bald nicht mehr getan: „Die ganze Nacht haben wir Wasser geschöpft und die Pumpe arbeiten lassen. Kaum ist der eine Raum leer, steht das Wasser schon wieder im anderen“, klagte die 34-Jährige. So etwas habe es in dem zirka 50 Jahre alten Haus noch nie gegeben.

Olaf Barth

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