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Schkeuditz Alte Flussläufe im Auwald vor Aktivierung
Region Schkeuditz Alte Flussläufe im Auwald vor Aktivierung
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14:33 19.05.2015

Seit Jahrzehnten setzt sich hier vor allem die Regionalgruppe des Naturschutzbundes Sachsen dafür ein, dass auch die Papitzer Lachen wieder ­ausreichend Wasser erhalten. Zum Projekt "Lebendige Luppe" zusammengefasst, steht inzwischen die Finanzierung. Die Umsetzung aber braucht noch Zeit.

Sie hießen Kleine Luppe, Alte Luppe, Rote Luppe, Heuwegluppe, Sixtholzluppe oder Zschampert - diese Gewässer durchzogen den ursprünglichen Auwald. Hinzu kamen zahlreiche Altarme der Alten Luppe und Lachen. Als außergewöhnliches Habitat für Amphibien gelten die Papitzer Lachen bei Schkeuditz nach wie vor.

Doch seit Jahrzehnten kämpft der Naturschutzbund für Wasser und gegen ein Austrocknen jener Lachen. Das Problem: Die Neue Luppe wurde in den 1930er Jahren angelegt. Sie gräbt sich immer tiefer in ihr Flussbett und erhält dadurch eine Sogwirkung auf das umliegende Grundwasser. Zusätzlich wurden durch die Neue Luppe die ehemaligen Flussläufe durchschnitten und können deshalb dem Auwald kein Wasser mehr zuführen. Das Ergebnis: Die ehemals wasserreiche Auenlandschaft trocknet mehr und mehr aus. Und mit dem Wasser droht auch der Artenreichtum des Auwalds zu verschwinden.

Dem soll mit dem Projekt "Lebendige Luppe" entgegengewirkt werden. Im Juni 2012 fiel der Startschuss. Inzwischen stehen die Fördergelder vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (Lanu) bereit. "Das Projekt ist komplett durchfinanziert", sagte Maria Vitzthum vom Projektbüro. "Zu den Papitzer Lachen befindet sich eine Machbarkeitsstudie in der Ausschreibung", ergänzte sie.

Ursprüngliche Pläne des Nabu gingen von einem Baustart Ende 2013 aus. Jetzt habe man vorsichtig das diesjährige Jahresende als Baustart im Blick. Grund für die Verzögerungen sei zum einen eine schleppende Freigabe von Fördermitteln gewesen. "Zum anderen ist eine aus logistischen und naturschutzfachlichen Gesichtpunkten sinnvollere Umsetzung der Grund", sagte Vitzthum.

Quartalsweise will die Projektgruppe zum Stand des Vorhabens informieren und lädt jetzt am 5. März, von 18 bis 20 Uhr, zu einem kostenlosen Themenabend ein. Veranstaltungsort ist das Kontaktbüro des Projekts in Leipzig-Gohlis, Michael-Kazmierczak-Straße 25 (Eingang über die Coppistraße neben Hausnummer 69). Eine Anmeldung unter 0341 86967550 oder per Mail bei vitzthum@nabu-Sachsen.de ist erforderlich.

Weitere Informationen gibt es auf der Projekt-Homepage www.lebendige-luppe.de sowie auf dem Facebook- oder Twitter-Account des Projekts. Das Kontaktbüro hat montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2014
Roland Heinrich

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