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Altes Schkeuditzer Gymnasium soll "Seniorenpark" werden

Altes Schkeuditzer Gymnasium soll "Seniorenpark" werden

Zu einem Mekka für Senioren könnte Schkeuditz werden: Wie bereits berichtet, wird im Stadtzentrum ein Gebäude der Volkssolidarität für eine altersgerechte Unterbringung vermutlich bis zum Ende des Jahres hochgezogen werden.

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Das ehemalige Gymnasium soll Senioren einen Wohnplatz mit Betreuung bieten. Für den benachbarten Containerbau ist gleiches zuerst geplant.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Jetzt soll im ehemaligen Gymnasium in der Äußeren Leipziger Straße ein "Seniorenpark" entstehen, der altersgerechtes und betreutes Wohnen bieten soll.

Erst im Juli vergangenen Jahres ist das alte Schkeuditzer Gymnasium in der Äußeren Leipziger Straße verkauft worden. Zuvor hatte sich im März nur für den benachbarten Containerbau, in dem bis 2011 noch Unterricht abgehalten wurde, ein Käufer gefunden. Der damals vom Stadtrat abgesegnete Mietkauf hatte sich jedoch zerschlagen und ein neuer Käufer für den Containerbau und das Gymnasium wurde gefunden: Harald Krauss aus Dölzig ist einer der Käufer und informiert jetzt zu den Plänen, die seit gut einem Monat in Form von Werbebannern schon zu lesen sind. "Wir haben vor, zunächst im Containerbau barrierefreie Apartments für Senioren zu schaffen. Momentan sind wir mit Dienstleistern in Verhandlungen, die zudem Pflege anbieten können", sagte der 33-Jährige gestern.

Gemeinsam mit seinem 35-jährigen Bruder Siegfried hat sich Harald Krauss mit dem Gymnasiums-Projekt eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt, wie er selbst zugibt. "Die demografische Entwicklung bestärkt uns aber in unserem Vorhaben. Andererseits wird Schkeuditz mit dem Flughafen immer wieder Zuzüge zu verzeichnen haben. Menschen die hier arbeiten und später auch alt werden", erklärt er die gemeinsame Motivation für das Projekt. Zugute kommt den beiden Dölzigern, dass sie einen Baubetrieb führen und deshalb zumindest was die Bauleistungen und die damit zusammenhängenden behördlichen Wege betrifft, nicht unbeleckt sind. "Wir haben 15 Angestellte", sagte Harald Krauss.

Die Idee, einen "Seniorenpark" zu schaffen, ist übrigens nicht die ursprüngliche: "Wir hatten anfänglich überlegt, den Containerbau an Vereine zu vermieten oder für Konferenzen oder Tagungen zur Verfügung zu stellen", sagte der Dölziger. Jetzt soll bis Ende dieses oder Mitte nächsten Jahres der Containerbau zu Senioren-Apartments werden. "Wie viel Geld wir dafür in die Hand nehmen müssen, hängt von Anforderungen ab, die erfüllt werden müssen", sagte Krauss. Er erwähnte eventuelle Schallschutzauflagen und Anforderungen des Brandschutzes sowie Wärmedämmungsmaßnahmen.

Mehrere Anfragen privater Interessenten habe es schon gegeben. Genau beziffern kann Krauss sie nicht, leitet aber eine durchaus positive Resonanz ab. "Je nachdem, wie die Nachfrage bei den Apartments sein wird, entscheiden wir, wie und wann es mit dem alten Gymnasium weitergeht", sagte Krauss. Der gepflasterte ehemalige Schulhof soll zur Grünfläche werden, so dass das abgegrenzte Areal durchaus als Park bezeichnet werden könnte. "Schon aus finanziellen Gründen werden wir die betonierten Flächen beseitigen", sagte Krauss.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2014
Roland Heinrich

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