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Schkeuditz Altscherbitzer Straße in Schkeuditz soll ausgebaut werden
Region Schkeuditz Altscherbitzer Straße in Schkeuditz soll ausgebaut werden
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08:17 26.08.2016
Die südliche Altscherbitzer Straße soll nach dem Ausbau momentan noch nach rechts in Richtung Leipzig zu verlassen sein. Autofahrer, die nach Schkeuditz wollen, müssen durch das Wohngebiet „Neu-Kursdorf“ fahren. Weitere Varianten sollen nun geprüft werden.  Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

 Die Altscherbitzer Straße in Schkeuditz soll von der Leipziger Straße im Süden bis zur Brücke über die S-Bahn-Linie und die Bundesstraße 6 ausgebaut werden. Ziel der Stadt ist es, den Verkehr in der Theodor-Heuss-Straße zu reduzieren. Das gilt vor allem für den Schwerlastverkehr. Bei der Sitzung des Technischen Ausschusses am Montagabend stellte die Ingenieurgesellschaft Steinbrecher und Partner (IPS) aus Halle erste Planungsergebnisse vor.

„Eine besondere Aufgabe stellte sich uns bei der Gestaltung der Verkehrsknoten“, berichtete der Verkehrsanlagenplaner Jörg Schwenke vom IPS. Davon gibt es entlang der Altscherbitzer Straße drei Stück. Schon die Anbindung der Theodor-Heuss-Straße stellte eine Herausforderung dar, meinte der Planer. Mehrere Varianten, auch die von Kreisverkehren und von Kurven unterschiedlicher Größe, sind geprüft worden. Die Kurven-Variante hatte das Büro gewählt, um soviel wie möglich von der bereits vorhandenen Rampe zur Brücke zu nutzen und so Aufwand und Kosten zu sparen. Doch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) habe Kreisverkehr oder eine kurvige Trasse abgelehnt. Und so verläuft die Altscherbitzer Straße laut der Vorzugsplanung als nahezu geradlinige Fortsetzung der Brückenausrichtung und schwenkt im Verlauf allmählich in die vorhandene Straßenführung ein.

Keine Abtrennung von Theodor-Heuss-Straße

„Wir haben auch geprüft, ob man die Theodor-Heuss-Straße komplett abbindet und stattdessen auf die Heizwerkstraße führt“, sagte Schwenke. Das würde laut Prognose zwar zu einer Entlastung von etwa 59 Prozent führen, aber gleichzeitig rund 6200 Fahrzeuge am Tag für den unteren Teil der Altscherbitzer Straße bedeuten, führte Uwe Frost von der Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft an. Weiterhin würden baurechtliche Belange eine Rolle spielen: Bei Abtrennung der Theodor-Heuss-Straße würden sich die Zuständigkeiten von der Stadt hin zum Lasuv verschieben, was für den Teil der Altscherbitzer Straße, der dann in der Verantwortung des Lasuv liegt, bedeuten würde, dass ein Planfeststellungsverfahren unter dessen Regie durchgeführt werden müsste. „Diese Entscheidung hätte drastische Auswirkungen auf Plandurchführung, Zeitplan und Finanzierung“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Kreisverkehr an der Martin-Niemöller-Straße

Ein zweiter Knotenpunkt ist die Anbindung der Martin-Niemöller-Straße an die Altscherbitzer Straße. Auch die Niemöller-Straße soll bis zur Heizwerkstraße ausgebaut werden. „Ein Kreisverkehr als Anbindung in der Altscherbitzer Straße kann unterschiedliche Verkehrsmengen flexibel aufnehmen. Außerdem werden keine Kosten für eine Lichtsignalanlage, die sonst hier nötig wäre, gebraucht“, begründete Schwenke.

Diskussionen entstanden beim dritten Knoten, der Einbindung in die Leipziger Straße. Die befassten sich aber mit dem südlich der Leipziger Straße gelegenen Teil der Altscherbitzer Straße. Von dort aus kommend soll es nach den Planungen nur noch nach rechts in Richtung Leipzig gehen. Wer in Richtung Schkeuditz fahren möchte, müsse durch die Siedlung „Neu-Kursdorf“ fahren, führte Schwenke aus. „Das sind laut Zählung in der Hauptverkehrszeit fünf Fahrzeuge“, sagte er. Trotzdem regten die Stadträte an, einen Umbau hin zu einer vierarmigen Kreuzung zu prüfen. Momentan ist die südliche Altscherbitzer Straße westlich versetzt zur Nordtrasse gelegen. Für die Vierarmigkeit müsste entweder die Nordtrasse nach Westen verschoben oder der südliche Teil nach Osten. Letztere Variante würde die Straße über den Parkplatz der Einrichtung der Volkssolidarität führen und über eine städtische Altlastenfläche. Außerdem müsste ein Trafo-Häuschen versetzt werden.

Mit der Maßgabe, trotzdem beide Varianten zu prüfen, beschlossen die Stadträte einstimmig, die Vorzugsvariante weiter verfolgen zu lassen und mit ihr die in die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zu gehen. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan wird für Juli 2017 angestrebt.

Von Roland Heinrich

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