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Schkeuditz Aluminium soll Glaselemente ersetzen
Region Schkeuditz Aluminium soll Glaselemente ersetzen
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14:23 19.05.2015
Seit mehr als einem halben Jahr kaputt sind die Glaselemente der Schallschutzwand entlang der B 6 in Schkeuditz. Eine Reparatur dauert noch Monate. Quelle: Roland Heinrich

In Kombination mit einem dort stehenden Haus, an welchem der Dachstuhl zum Teil durch einen Brand zerstört wurde, ist dieser städtische Flecken optisch kein Aushängeschild. Die rund 330 Meter lange Wand ist größtenteils in Beton ausgeführt. Zwischen dem Beruflichen Schulzentrum und den Stadtwerken Schkeuditz aber waren mehrere mit Sicherheitsglas ausgestattete Wandelemente verbaut. Grund ist neben der vermutlich gewollten optischen Auflockerung wohl auch ein dort befindlicher Ampel-Überweg über die Bundesstraße und dessen Umfeldgestaltung.

Von den einst insgesamt acht Glaselementen an jener Stelle sind sechs in der gesamten Höhe von rund vier Metern komplett zerstört worden. Nur noch ein Element ist in Gänze vorhanden. Für Sicherheitsglas typische Splitter liegen in unmittelbarer Nähe zu den einstigen Einfassungen. Diese Einfassungen scheinen ebenfalls nicht mehr im Lot zu stehen, Querverbindungen sind verbogen oder fehlen ganz. In dem Zustand können die Träger wohl keine neuen Bauteile aufnehmen. Das müssen sie in unmittelbarer Zukunft auch nicht.

"Es wird noch etwa drei bis vier Monate dauern", sagte Isabel Siebert, Pressesprecherin beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), zum Zeitpunkt der Reparatur befragt. Jener Behörde, die für das 2002 errichtete Bauwerk zuständig ist, ist der Schaden daran seit einem halben Jahr bekannt, bestätigte Siebert. Weshalb die Reparatur so lange dauere, beantwortete die Lasuv-Sprecherin mit Ausschreibungen, die noch erfolgen müssen. "Auch die Herstellung der Teile selbst steht noch aus", sagte sie. Entgegen der bisherigen Ausführung wird es an besagter Ampelkreuzung der B 6 aber keine Glaselemente mehr geben. Die neuen Elemente sollen aus Aluminium sein, heißt es.

Mit etwa 50 000 Euro Kosten rechnet das Lasuv bei der Behebung des Schadens, den mutwillige Zerstörung einst angerichtet hatte. Inwieweit die Aluminiumelemente in ihrer ursprünglichen Form Bestand haben werden, bleibt abzuwarten. Auch, wie sich das neue Baumaterial optisch einfügt, muss sich zeigen.

Wie das Lasuv bestätigte, finden entlang der Bundesstraßen regelmäßige Streckenbefahrungen durch die Straßenmeisterei des jeweils unterhaltungspflichtigen Landkreises statt. Diese Kontrollfahrten dienen auch dazu, solche Schäden, wie sie in Schkeuditz nun behoben werden müssen, zu entdecken. "Im Turnus von drei Jahren erfolgt zusätzlich eine Hauptprüfung durch das Lasuv", informierte Siebert.

Auf wie viel Kilometer Schall- oder Lärmschutzwand bei derartigen Kontrollfahrten geachtet werden muss, kann man im Lasuv nicht sagen: "Eine solche Statistik führen wir nicht", begründete Sprecherin Siebert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.04.2015
Roland Heinrich

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