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Schkeuditz Am Haynaer Strand ankert ein Zweimaster
Region Schkeuditz Am Haynaer Strand ankert ein Zweimaster
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10:53 15.07.2016
Kapitän, Schiffsjunge, Hehler, Pirat und ein Biedermeier-Ehepaar freuen sich über die gelungene Schiffstaufe am Haynaer Strand. Quelle: Michael Strohmeyer
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Hayna

Der Strandverein sucht sich immer neue Herausforderungen, um in Verbindung von See, Landschaft und Bühnenprogramm den Besuchern stets etwas Besonderes zu bieten. Das Schiff soll nun in das Stück „Oliver Twist“ eingebaut werden. „Der Anfang ist immer schwer, bis so eine Idee konkret wird und andere begeistert mitmachen“, sagte Christoph Zwiener vom Verein.

Dann habe man aber zwei Enthusiasten gefunden, die sich für den Verein und vom Vorhaben begeisterten. Zwiener: „Gemeinsam wurden Pläne ausgearbeitet, wie groß das Schiff werden, wie viele Masten es haben und für welche historische Epoche es als Kulisse herhalten sollte. Grünes Licht für die seetaugliche Bühnen-Requisite gab es dann auch von den Behörden.

Zwei Bootsführer setzten die Baupläne um

Mit etwas Glück, so Vereinschef Philipp Sawatzke, wurden zwei „Schiffsbauer“ gefunden. Mit Wolfgang Schlegel (51) und Jürgen Uwe Heinig (44) nahmen sich zwei gute Freunde des Vereins der Sache an. Beide handwerklich hoch begabt und selbst Bootsführer, setzten die Baupläne in die Tat um. Schlegel leitet eine Elektrofirma und hat zum großen Teil die Finanzierung mit übernommen: „Ein klasse Projekt. Der Verein bringt Kultur für die Bevölkerung auf eine Bühne in der Natur. Das unterstütze ich gern.“

In einer Bauzeit von gerade mal fünf Monaten wurden dreihunderter KG-Rohre als Unterbau verlegt und abgedichtet. Auf dem, schwimmenden Ponton wurde dann der Schiffsrumpf aufgebaut und mit Spannholzbrettern verkleidet. Dazu kamen zwei Masten, die Kajüte und der Anstrich.

Zwei Großraumsegel aus Leinentuch

Ein Schiff ohne Segel ist nur ein halbes Schiff, so Christoph Zwiener. Und so nähte Martina Sawatzke vom Verein zwei Großraumsegel aus weißem Leinentuch. Mit einer Szene aus dem Stück„Oliver Twist“ wurde die Taufe bei Sekt und samt Enthüllung des Schildes „WOJÜR“ vollzogen. Der Taufname swetzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen beider Bootsbauer zusammen. Als Dank dafür, dass sie dieses zwölf Meter lang und 4,30 Meter breite Schiff bauten, sagte der Vereinschef. Die Masthöhe beträgt immerhin 7,70 Meter und Segelfläche ist 22 Quadratmeter groß.

Jetzt freut sich der Verein schon auf den 16. Juli. Dann wird das Schiff bei „Oliver Twist“ erstmals in seiner vollen Schönheit zu sehen sein.

Von Michael Strohmeyer

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