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Schkeuditz Ampel soll Unfallschwerpunkt entschärfen
Region Schkeuditz Ampel soll Unfallschwerpunkt entschärfen
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15:19 28.03.2018
An die Einmündung der S 8 auf S 1 bei Radefeld soll eine Ampel. Quelle: Foto: Roland Heinrich
Schkeuditz

Die Kreuzung, die mit 14 Verkehrsunfällen und zehn Verletzten in einem Jahr zu den Unfallschwerpunkten Schkeuditz’ gehört, sei zu Spitzenzeiten an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Wann es zur Installation der Ampelanlage kommt, ist aber offen.

Noch im September letzten Jahres hatte das Lasuv mitgeteilt, dass es eine Ampelregelung an dieser Stelle für nicht erforderlich halte. Stattdessen sollte eine Dreiecksinsel an der Einmündung zurückgebaut werden (die LVZ berichtete). „Aus unserer Sicht ist ein Zusammenhang zwischen der Dreiecksinsel und dem Unfallschema am Knoten S 1 / S 8 festzustellen, sodass wir davon überzeugt sind, dass ein Rückbau der Dreiecksinsel zum Erfolg bei der Beseitigung dieser Unfallhäufungsstelle führen dürfte“, bestätigte Isabell Siebert vom Lasuv die im September mitgeteilte Auffassung der Behörde.

Neue Richtlinie zu Dreiecksinseln

Mit dem Rückbau würde erreicht, dass Linksabbieger bei einem vermeintlich entgegenkommenden Rechtsabbieger keine Fehlentscheidungen mehr treffen. „Zudem darf in Sachsen die Ausbildung von Dreiecksinseln nicht mehr erfolgen“, ergänzte Siebert. Diese ergänzende Regelung zur Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) wurde aus den bekannten Problemen, wie sie auch am Knoten der S 1 mit der S 8 vorlägen, vom Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) eingeführt.

Schkeuditz wiederum sieht die Dreiecksinsel nicht als unfallursächlich an und favorisiert eine Ampelregelung. Vielmehr würden Linksabbieger in Richtung Leipzig den entgegenkommenden Verkehr übersehen. Wie viele der Unfälle sich an welcher Stelle der Einmündung ereigneten, konnte die Stadt auf Nachfrage der LVZ aber nicht beantworten.

Ohne Ampel geht es künftig nicht mehr

„Auf der Grundlage einer Knotenstromzählung wurde die Leistungsfähigkeit aktuell bewertet und festgestellt, dass die in Spitzenstunden schon grenzwertig sein kann“, informierte die Lasuv-Sprecherin. „Im Zusammenhang mit den geplanten Gewerbegebietserweiterungen im Nordraum von Leipzig kann man daher sicher davon ausgehen, dass künftig die Kreuzung ohne Ampelregelung nicht mehr leistungsfähig sein wird“, ergänzte sie. Deshalb werde das Lasuv die Planung für eine Ampelregelung zeitnah angehen.

Bis zur Inbetriebnahme werde es wegen der Planung, der Finanzierungssicherung, Ausschreibung, Baudurchführung und wegen des nötigen Elektroanschlusses aber noch einige Zeit dauern. Eine provisorische Ampel sei nicht geplant. Die Dreiecksinsel bleibe damit vorerst bestehen, ihr späterer Rückbau sei jedoch weiterhin angedacht.

Von Roland Heinrich

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