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Arbeitsgruppe gegen Lärm

Arbeitsgruppe gegen Lärm

Am Dienstagabend begannen im Schkeuditzer Kulturhaus Sonne die Beratungen zum Lärmaktionsplan Stufe 2. Das heißt, das unter Bürgerbeteiligung herausgefunden werden soll, mit welchen Maßnahmen der Verkehrslärm an Straßen und am Flughafen gemindert werden kann.

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Uwe Wollmann (rechts) vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erläutert in seinem Vortrag vor rund 30 Zuhörern die Untersuchungsergebnisse zum Thema Verkehrslärm.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Am Ende sollen möglichst realisierbare Vorschläge für Maßnahmen auf dem Tisch liegen und schließlich auch umgesetzt werden.

Bereits in den Jahren 2008 bis 2010 liefen Beratungen zur Stufe 1. Diese umfasste Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als sechs Millionen Kraftfahrzeugen im Jahr. In der jetzigen Stufe 2 geht es um Straßen mit einem Verkehrsaufkommen von über drei Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr sowie um Flughäfen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 50 000 Flugbewegungen pro Jahr. Das betrifft den Flughafen Leipzig/Halle sowie die die Kommune tangierenden Abschnitte der A 14, A 9, B 181 und B 186.

Entsprechend einer EU-Umgebungslärmrichtlinie haben Experten in Schkeuditz die Lage untersucht und errechnet, welche Bereiche mit wie viel Dezibel Lärm tags und nachts betroffen sind. Daraus entstanden die nun in der "Sonne" vorgestellten Lärmkartierungen. Dirk Grundke von der Gesellschaft für Akustik und Fahrzeugmesswesen erläuterte die Ergebnisse zum Straßenlärm. Und er kündigte an, dass weitere Karten in Arbeit sind, in denen die verschiedenen Lärmquellen von Straße, Bahn und Flughafen nicht getrennt, sondern als Ganzes betrachtet werden. Dafür warte man aber noch auf Zuarbeiten der Deutschen Bahn. Uwe Wollmann, Referent im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, wiederum stellte die Ergebnisse der Kartierung bezüglich des Airports vor. Dabei zeigte sich, für die Zuhörer wenig überraschend, dass besonders Schkeuditz und Kabelsketal nachts vom Lärm betroffen sind.

Inklusive der Verwaltungsvertreter verloren sich rund 30 Zuhörer im großen Saal. Mit Aushängen und einer Meldung im Amtsblatt war die Veranstaltung angekündigt worden. Eine Pressemitteilung im Vorfeld gab es nicht. "So kann man es natürlich auch machen, wenn man möglichst wenig Zuhörer haben will", kritisierte im Anschluss der von der geringen Resonanz enttäuschte Peter Haferstroh von der Bürgerinitiative Gegenlärm Schkeuditz. Vor allem aus ihrem Umfeld waren die Bürger gekommen. Aber auch Vertreter der nördlichen Ortsteile Freiroda, Glesien und Radefeld wollten wissen, wie sich der von ihnen erlebte Lärm in den Untersuchungen wiederfindet. Der größte Teil diesr Orte befand sich laut Karten im Bereich unterhalb der als gesundheitsgefährdend eingeschätzten Dezibel-Grenze. Dass es reichlich belästigenden Lärm gibt, da stimmten die Experten den Bürgern zu.

Nun soll noch vor Jahresende eine Arbeitsgruppe mit Bürgerbeteiligung gebildet werden, die Vorschläge zur Lärmminderung in den besonders betroffenen Bereichen erarbeitet. Olaf Barth

@Die Lärmkartierungskarten für die einzelnen Bereiche sind im Internet auf der Seite www.umwelt.sachsen.de zu finden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2013

Olaf Barth

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