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Schkeuditz Archäologen untersuchen 200 000 Quadratmeter
Region Schkeuditz Archäologen untersuchen 200 000 Quadratmeter
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13:54 19.05.2015
Im Gewerbegebiet Watzschkenbreite untersuchen Archäologen das Gelände, ehe hier die Bauarbeiten beginnen. Quelle: Roland Heinrich

Der Grund: Hier suchen Archäologen vom Landesamt für Archäologie Sachsen nach möglichen Besiedlungsresten.

Noch ist es aber viel zu früh, eine fundierte Aussage zum Gebiet treffen zu können, wies die Grabungsleiterin, Kathrin Baifanz, vor Ort hin. Mit einem Grabungshelfer und zwei Technikern ist sie auf diesem Areal beschäftigt. Baifanz arbeitet dabei nicht zum ersten Mal auf Schkeuditzer Territorium. Vor der Umgestaltung des Marktplatzes war die Archäologin dort mit Grabungen beschäftigt.

Das Gebiet, das jetzt Airportpark Leipzig-Halle genannt wird, gilt als die größte zusammenhängende Gewerbefläche direkt an der Autobahn 9. Entsprechend lange, nämlich voraussichtlich bis Anfang August werden die Archäologen auf den rund 200 000 Quadratmetern suchen. Danach wird unter anderem wohl auch eine neue Zufahrtsstraße entstehen, die der Erschließung des Gewerbegebietes von der B 6 aus dient und die eigentlich schon längst fertig sein sollte. Ihre Fertigstellung war zuletzt für Ende 2015 geplant.

In der Umgebung des Gewerbegebietes seien immer wieder vorgeschichtliche Siedlungsreste angetroffen worden. "Wir rechnen damit, dass auch die derzeitige Ausgrabung Spuren der frühen Besiedlungsgeschichte Sachsens erbringen wird", sagte Cornelia Rupp vom Landesamt. Vor Ort zeichneten sich vorgeschichtliche Strukturen ab, deren Zusammenhang bisher aber noch nicht deutlich ablesbar ist, ergänzte die Referentin. Tatsächlich gefunden wurde schon vorgeschichtliche Keramik.

Die Arbeiten der Archäologen können zugleich auch als Vorzeichen für bald einsetzende Bautätigkeit gewertet werden. Wie der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) gestern sagte, stehen schon einige Investoren in den Startlöchern. Zunächst allerdings müssten auch noch der Bebauungsplan geändert sowie der Erschließungsvertrag angepasst werden. Ist das erledigt, soll es noch in diesem Monat für die Beschlussfassung eine Sondersitzung des Schkeuditzer Stadtrates geben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.04.2015
Roland Heinrich

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