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Archäologen wollen in Schkeuditzer Gewerbegebiet weiter Funde sichern

Grabungsfläche wird planiert Archäologen wollen in Schkeuditzer Gewerbegebiet weiter Funde sichern

Im Schkeuditzer Gewerbegebiet „Nördlicher Bierweg“ tut sich was: Ein Bagger ist dabei, die Fläche nördlich der B 6 und in der Nähe des S-Bahn-Haltes Schkeuditz-West zu planieren. Hier hatten Archäologen im November schon Fundstellen gesichert. Im August wollen sie nun wiederkommen.

Ein großer Teil ist bereits planiert. Zwei Fundstellen sollen von den Archäologen trotzdem noch aufgesucht werden.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Im Schkeuditzer Gewerbegebiet „Nördlicher Bierweg“ tut sich was: Ein Bagger ist dabei, die Fläche nördlich der B 6 und in der Nähe des S-Bahn-Haltes Schkeuditz-West zu planieren. Das wäre der Rede nicht weiter Wert, hätten hier nicht Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie in Dresden im Vorjahr schon vermeintliche Fundstellen gesichert. Mit rot-weißem Absperrband eingegrenzt und mit abdeckenden Planen eingepackt, sollten jene Bereiche nach einer Winterpause eigentlich schon im März wieder von den Archäologen aufgesucht werden. Doch es tat sich nichts. Auf der als Mondlandschaft zu bezeichnenden Fläche blühte erst der Raps und bis vor Kurzem standen hier Distel oder Kamille in voller Blüte. Ein Blütenteppich, der wohl jeder Öko-Wiese hätte Konkurrenz machen können, verdeckte die in Streifen angeordneten Grabungen mit den dazugehörigen Erdaufschüttungen daneben.

Jetzt wird im Auftrag des Flughafens Leipzig/Halle planiert. Bis auf zwei Fundstellen soll die Fläche eingeebnet werden. Das würde bedeuten, dass mit dem Bagger auch über bisher separat abgegrenzte Bereiche von den Archäologen drüber gegangen wird. Denn mehr als zwei Bereiche waren durch Absperrbänder eingegrenzt gewesen.

Großteil der Fläche konnte freigegeben werden

Nach Anfrage beim Landesamt für Archäologie gingen die jetzigen Aktivitäten so in Ordnung und seien so abgesprochen: „Wir konnten einen Großteil der Fläche wieder freigeben“, sagte Landesamt-Sprecher Christoph Heiermann. Dort hatte es zwar Befunde gegeben, die aber gesichert worden seien. „Andere Bereiche wurden mit einer Art Bauflies abgedeckt, in den Unterlagen verzeichnet und werden auch wiedergefunden“, sagte der Sprecher. Es habe Verhandlungen mit dem Airport gegeben, wonach man im August wieder vor Ort sein werde und die restlichen Funde sichern wolle. Die Flächen, die jetzt planiert werden, sollen noch in diesem Jahr wieder bestellt und für Landwirtschaft genutzt werden.

Welche Funde es gibt, bleibt im Verborgenen

Im September letzten Jahres haben die Archäologen auf der Fläche mit den Grabungen begonnen. Zwei Monate später waren sie schon damit beschäftigt, die Winterpause vorzubereiten. Schon zu jenem Zeitpunkt konnte im November der Landesamts-Sprecher von ersten Funden berichten. Worum es sich bei diesen Funden handelte, blieb und bleibt noch im Verborgenen. Auch wie lange die Archäologen etwa noch graben werden, ist offen.

Mit dem Ende der Untersuchungen hat der Flughafen, dem die Flächen gehören, einen weiteren Schritt in Richtung Erschließung der Gewerbefläche getan. Bis zur Baureife soll jenes Areal entwickelt werden, was laut Airport-Auskunft übliches Prozedere ist. Konkrete Interessenten oder Investoren gebe es bisher jedoch noch nicht. Die sollen aber, wenn sie dann kommen, gleich mit dem Bauen loslegen können.

Von Roland Heinrich

Schkeuditz, Rossberg 51.403483818421 12.200254684717
Schkeuditz, Rossberg
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