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Schkeuditz Art Kapella in der Hand der Amazonen
Region Schkeuditz Art Kapella in der Hand der Amazonen
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16:38 30.08.2010
Das Burgtheater Wehlitz zeigt Szenen aus seinem Stück „Amazonen“. Quelle: Alexander Ilg
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Schkeuditz

Am 25. August 1995 hatte sich der Verein Art Kapella gegründet. Seitdem organisiert er vier bis sechswöchige Kunstausstellungen und dient als Plattform für junge Künstler. Die Besucher in der voll besetzten ehemaligen Kapelle auf dem Alten Friedhof lauschten zu Auftakt dem Gesang des Art Kapella-Chors. Der bot Irische Folkmusik, Volkslieder und auch ruhigeren Musicalstücken. Für den Chor war es das zehnjährige Jubiläum, wie Leiterin Adelheid Metzing sagte. Der Chor fand im Jahr 2000 seine Heimat unter dem Dach der Art Kapella und ist eines der beständigsten Elemente, so Metzing, die ebenfalls Vorstandsmitglied ist und von der Vereinsvorsitzenden Nadja Blüher als Dankeschön Blumen erhielt.

Auch die Stadt gratulierte: Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) zeigte in seiner Rede den Weg der Art Kapella auf, wie sich der Verein gründete von der Idee zur Nutzung der Kapelle auf dem alten Friedhof bis hin zur Realisierung hin. „Das schönste Geschenk, dass die Schkeuditzer der Art Kapella machen können, ist ein volles Haus“, sagte er.

„Wir haben die Ausstellungseröffnung und das Jubiläum getrennt, da sonst etwas verloren geht, sagte die Vorsitzende Blüher. „Anlässlich des Jubiläums ehren wir alle Künstler, die hier schon ausgestellt haben“, ergänzt sie. Und das Fest-Programm mit Musik und Theater sollte am Sonntag eine Brücke schlagen über 15 Jahre. Nachmittags zeigte das Burgtheater Wehlitz Auszüge aus seinem Stück „Amazonen“ von Thor Truppel. Der Auftritt der jungen Schauspieler mit Szenen aus der Komödie im Frauenstaat der Amazonen, die um das Überleben in der Antike kämpfen, erfreute das zahlreiche Publikum. Der Posaunenchor der Albanus- Gemeinde und das Titanic Orchester rundeten den Jahrestag ab.

Alte und neue Bekannte waren zu Besuch und genossen das Programm, das auch in den Pausen Zeit zum Plaudern und Auffrischen alter Erinnerungen ließ. So zum Beispiel das Ehepaar Johnsen, das aus Berlin anreiste. „Es ist schön, wieder hier zu sein“, so Christian Johnsen. Er gehört zu den Mitgliedern der Gründungszeit des Schkeuditzer Vereins. „Die Lebendigkeit der Art Kapella ist erhalten geblieben“, lobte seine Frau Christine. „Nur Gerda Viecenz vermisse ich“, fügte sie hinzu. Johnsen findet nur lobende Worte über die Gründerin: „Ihre Art, den Alltag als eine unendliche Reihe von Möglichkeiten zu sehen, war beeindruckend.“

Zu den Besuchern gehörte auch Falk Anders. Er hatte ein Portrait der Vereins-Gründerin angefertigt. Von der Stirnseite schaut sie darauf lächelnd in den Zuschauerraum. „Von dem, was der Verein leistet, kann man nur beeindruckt sein“, sagte der Künstler.

Alexander Ilg

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