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Schkeuditz Auch Glesiener Wehr sucht Verstärkung
Region Schkeuditz Auch Glesiener Wehr sucht Verstärkung
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00:18 06.02.2016
Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Glesien. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Glesien

In der jüngsten Ortschaftsratssitzung im Schkeuditzer Ortsteil Glesien ergriff auch Silvio Stiller das Wort. Der Brandmeister ist Leiter der Ortsfeuerwehr Glesien. Sein Rückblick auf das Jahr 2015 aus Feuerwehrsicht stand ganz oben auf der Tagesordnung.

„Voriges Jahr wurden wir zu zehn Einsätzen gerufen. Im Durchschnitt rücken wir mit neun Leuten und zwei Fahrzeugen aus“, sagte der 32-Jährige. Fünf technische Hilfeleistungen, drei Brandeinsätze, eine Übung sowie ein Fehlalarm standen für die derzeit 17 aktiven Mitglieder zu Buche. Allerdings sagte Stiller auf Nachfrage von Ortschaftsrat Olaf Böge (Freie Wähler) auch, dass das angestrebte Ziel, mit neun Mann in neun Minuten am Ort des Geschehens zu sein, nicht immer realisierbar ist: „Es gab Einsätze, da sind wir zu dritt rausgerückt. Die Rettungsleitstelle weiß da schon Bescheid und alarmiert parallel immer auch gleich die Nachbarwehr mit.“ Das sei in dem Fall Radefeld. Es sei aber noch nie passiert, dass Glesien habe gar nicht ausrücken können, die Einsatzbereitschaft sei immer gewährleistet. Den zeitweisen Personalengpass begründete Stiller damit, dass manche beruflich bedingt wegen ihres Schichtsystems nicht greifbar seien.

Als größten Einsatz voriges Jahr nannte Stiller den Brand in der alten Gärtnerei Schkeuditz. „Hier waren neben der Stützpunktwehr alle Ortswehren mit im Einsatz. Wir kamen mit zehn Mann, darunter vier Atemschutzträgern. Außerdem sicherten wir im Schkeuditzer Gerätehaus die Restbereitschaft ab, falls es einen weiteren Brand und Alarm gegeben hätte“, schilderte Stiller.

Um für solche Fälle gewappnet zu sein, werden die Kameraden regelmäßig geschult. Zurzeit laufe die Umstellung auf die Digitalfunkgeräte. Unter anderem auch dafür wurden elf Kameraden geschult. Ein weiterer erwarb den Bootsführerschein, um das Rettungsboot der Radefelder Wehr bedienen zu können. „Insgesamt saßen Kameraden an zehn Wochenenden auf der Schulbank und bestanden alle Prüfungen. Hinzu kommen im vergangenen Jahr 36 Dienste zu je zwei Stunden“, zählte Stiller die so verbrachte Freizeit auf. Stolz verwies er auf die im Januar 2015 neu gegründete Jugendwehr. Sieben Jugendliche im Alter von zwölf bis 13 Jahren treffen sich alle zwei Wochen zum Ausbildungsdienst. „Zur Absicherung der Einsatzbereitschaft suchen wir auch weiter Kameraden für den aktiven Dienst. Wer zwischen 16 und 60 Jahre alt ist, kann sich gern melden“, so Stiller.

Dass die Feuerwehr im Dorf auch eine wichtige gesellschaftliche Rolle spielt, wurden ebenfalls bestätigt. Die Weihnachtsbaumverbrennung, das Osterfeuer und die Premiere des Halloween-Festes wären ohne das Engagement der Wehr nicht denbar. Auch bei der jährlichen Kirmes sind die Kameraden aktiv. „Das Halloween-Fest war sehr gut angenommen worden, unser Gerätehaus platzte aus allen Nähten“, sagte Stiller. Gefreut hätten sich die Kameraden auch darüber, dass die lang gewünschte neue Küche im Gerätehaus angeschafft wurde. Den Großteil der Kosten hätte die Stadt übernommen, den Rest Sponsoren.

Von Olaf Barth

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