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Schkeuditz Auch Schkeuditzer Stadtrat stimmt für Trennung
Region Schkeuditz Auch Schkeuditzer Stadtrat stimmt für Trennung
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10:00 07.11.2017
Bald eigenständig: Das Gymnasium in Schkeuditz. Quelle: Olaf Barth
Schkeuditz

Nach den Beschlüssen in der Stadt Markranstädt und im Kreistag des Landkreises Nordsachsen haben nun auch die Stadträte in Schkeuditz – wenn auch denkbar knapp – zugestimmt, dass die Gymnasien in den beiden Städten ab dem Schuljahr 2018/2019 eigenständig sein werden. Bisher war das Gymnasium Markranstädt seit 2002 dank einer Zweckvereinbarung als Außenstelle vom Schkeuditzer Haus geführt worden. Diese Außenstelle kann nun zum Schuljahresende 2017/2018 formal geschlossen werden.

„Wir haben momentan 1283 Schüler, das sind die Zahlen von heute früh. Die teilen sich fast hälftig auf beide Häuser auf: 641 sind es in Schkeuditz und 642 in Markranstädt“, führte Schulleiter Thomas Schönfeldt vor dem Beschluss aus. In Leipzig gebe es Häuser, die deutlich unter 600 Schüler hätten. Ihm war anzuhören, für welchen Ausgang der Abstimmung er plädierte: „Rund ein Drittel der Schüler in Schkeuditz kommt aus Leipzig. Das ist traditionell so und wird vom Gesetz gefördert. In den letzten drei Jahren agierten die beiden Häuser eigentlich ohnehin schon eigenständig“, sagte er. Ihm sei vor einer Eigenständigkeit nicht bange und sie eröffne die Option, etwas Neues zu probieren. So habe es mit Markranstädt nur einen gemeinsamen Kurs gegeben, auch, weil die Verkehrsverbindung nach Markranstädt für die Schüler unkomfortabel sei. „Wir wären viel schneller am Heisenberg Gymnasium in Leipzig“, blickte Schönfeldt schon auf einen potenziellen Kooperationspartner.

„Was ist, wenn sich die Zugangsvoraussetzungen ändern? Wir hatten da schon viele Varianten“, meinte Stadtrat Frank Sachsenröder (Freie Wähler) und äußerte, mit der Aufkündigung der Zweckvereinbarung Probleme zu haben. Auch SPD-Stadtrat Jens Kabisch mahnte zur Vorsicht: „Ich befürchte, dass bei einer Lösung der Vereinbarung eine Rückkehr nicht so einfach möglich sein wird.“ Er plädierte dafür, die Zweckvereinbarung nur ruhen zu lassen und nicht gänzlich aufzukündigen. Stadträtin Bärbel Kinski (Freie Wähler) äußerte ebenso ausführlich ihre Bedenken, auch, weil man von der Verwaltung ja mehrfach die Situation der Stadt und ihrer demografischen Entwicklung präsentiert bekam.

Mit zwei Enthaltungen, sechs Gegenstimmen und 13 Ja-Stimmen hat Schkeuditz letztlich dem Antrag Markranstädts zugestimmt und ein Ausscheiden aus der Zweckvereinbarung befürwortet. Auch das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) beabsichtigt, dem Markranstädter Antrag auf ein eigenständiges Gymnasium zuzustimmen, geht aus der Beschlussvorlage hervor. Die Sächsische Bildungsagentur erstelle seit drei Jahren Schülerzahlprognosen für beide Häuser separat, heißt es in der SMK-Begründung. Danach würden die erwarteten Schülerzahlen in Schkeuditz höher als in Markranstädt, in beiden Fällen aber ausreichend sein. „Sie haben eine gute Entscheidung getroffen. Es geht nicht nur um eine Immobilie, sondern auch um Menschen“, sagte Direktor Schönfeldt.

Von Roland Heinrich

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