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Auch Schkeuditzer Stadtwerke erhöhen die Strompreise

Gestiegene Netzentgelte haben Folgen Auch Schkeuditzer Stadtwerke erhöhen die Strompreise

Im nächsten Jahr steigen die Strompreise. In jüngsten Berichten darüber stand die Stadt Schkeuditz in Mitteldeutschland mit an vorderster Stelle. Doch die Vergleiche hinken und die Ursachen sind nicht immer ausgewogen dargestellt, sagt Ingolf Gutsche, Geschäftsführer der städtischen Stadtwerke Schkeuditz (SWS).

Der Ausbau des Leitungsnetzes schlägt sich in höheren Stromkosten nieder.

Quelle: Dpa

Schkeuditz. In jüngsten Berichten über künftige Strompreiserhöhungen stand die Stadt Schkeuditz in Mitteldeutschland mit an vorderster Stelle. Doch die Vergleiche hinken und die Ursachen sind nicht immer ausgewogen dargestellt, sagt Ingolf Gutsche, Geschäftsführer der städtischen Stadtwerke Schkeuditz (SWS).

„Es stimmt, wir gehören zu jenen Anbietern, die die Preise mit am meisten erhöhen. Allerdings kommen wir von einem niedrigeren Niveau als andere Unternehmen, die vorher schon die Preise erhöht hatten“, stellt Gutsche klar. Als Gründe für die angekündigten Anpassungen im Jahr 2017 nennt er vor allem nicht beeinflussbare, äußere Faktoren. So müssen die SWS für die Nutzung der Leitungen der EnviaM-Tochter Mitnetz Strom nächstes Jahr fast 2,2 Millionen Euro im Jahr zahlen, das sind 390 000 Euro beziehungsweise 22,5 Prozent mehr als in diesem Jahr. Auch im SWS-eigenen Netz steigt zeitgleich das Nutzungsentgelt um jährlich 136 000 Euro. Das sollte zwar schon eher passieren, doch der behördliche Genehmigungsbescheid aus Sachsens Wirtschaftsministerium für die bereits 2014 beantragte Anpassung traf erst verspätet in diesem Jahr ein, erklärt Gutsche. So falle nun beides zusammen. Der jährliche Grundpreis steige damit von 36 auf 72 Euro, der Arbeitspreis von 4,75 auf 5,66 Cent je Kilowattstunde (kWh) jeweils bezogen auf das Netzentgelt.

Ein weiterer Preistreiber sei die Erhöhung von Umlagen wie zum Beispiel für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Auch dafür werden zusätzlich 0,56 Cent je kWh fällig, die sich mit den höheren Netzkosten auf insgesamt zusätzliche 1,60 Cent je kWh summieren. All diese Erhöhungen schlagen sich auf den Strompreis für die Verbraucher nieder. „Wir reichen aber nicht alles eins zu eins weiter, sondern federn selbst auch etwas ab, indem wir zum Beispiel beim Grundpreis die 19 Prozent Mehrwertsteuer den Kunden ersparen“, so der Geschäftsführer.

Kritisch sieht Gutsche, dass bei den vom Vergleichsportal Verivox übernommenen Angaben lediglich immer der teure Grundpreis und nicht auch andere, günstigere Tarife herangezogen werden. Außerdem gehe das Portal in seinen Berechnungen für einen Familien-Haushalt von einem Jahresverbrauch in Höhe von 4000 kWh aus. „Das ist eher selten, unsere Kunden verbrauchen im Jahr durchschnittlich circa 2500 kWh, so steigen für Verbraucher die jährlichen Ausgaben bei uns auch nicht wie behauptet um 74, sondern um rund 59 Euro“, rechnet Gutsche vor und erklärt weiter: „Je höher aber die Zahlen dargestellt werden, umso eher wechseln vielleicht Verbraucher über Verivox den Anbieter, und dabei verdient Verivox fleißig mit.“

Bei den Erhöhungen macht sich laut Gutsche bemerkbar, dass vor allem im Osten für die Energiewende sowie den damit verbundenen Netzausbau gezahlt werden muss. Bestrebungen, dass dies regional ausgeglichen wird, seien bisher ohne Erfolg geblieben. Die Einschätzung von Experten, dass es im Frühjahr zu einer zweiten Welle von Preiserhöhungen kommen kann, teilt Gutsche. Allerdings bezieht er das vor allem auf jene kleineren und billigeren Anbieter, die nicht zum Jahresende ihre neuen Preise veröffentlichen müssen, sondern die in der Regel später die Erhöhungen nachziehen. „Für uns aber kann ich definitiv sagen, dass es 2017 keine weitere Preiserhöhung gibt“, verspricht Gutsche.

Von Olaf Barth

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