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Schkeuditz Auf Fußweg vor Schkeuditzer Eck-Geschäft herrscht reger Radverkehr
Region Schkeuditz Auf Fußweg vor Schkeuditzer Eck-Geschäft herrscht reger Radverkehr
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11:13 06.04.2017
Direkt vor dem Schkeuditzer Laden treffen zwei Radfahrer aufeinander. Für einen Fußgänger ist hier kein Platz mehr. Quelle: Foto: Roland Heinrich
Schkeuditz

Für Kunden der Autovermietung Ahrens und Merkle in Schkeuditz ist es gefährlich, das Büro an der Ecke Merseburger und Hallesche Straße zu verlassen. Jeden Moment nämlich könnte ein Radfahrer um diese Ecke kommen und den Fußgänger erfassen. „Die Stelle ist total unübersichtlich, und wir sagen unseren Kunden zum Abschied immer, dass sie vorsichtig sein sollen“, meinte Silvia Selle, die die Verleihstation führt.

Die Situation vor dem Geschäft ist schon seit Jahren so, äußerte Selle. Doch seit etwa einem Jahr ist sie illegal, glaubt sie. Zuvor nämlich hätte auf dem Fußweg in der Merseburger Straße auch mit dem Rad gefahren werden dürfen. „Vor einem Jahr etwa sind die entsprechenden Verkehrsschilder dann aber entfernt worden. Ob da jetzt noch was passiert, ist uns nicht mitgeteilt worden“, sagte Selle. Ihrer Meinung nach müssten auch die Radfahrer über die Neuregelung informiert werden, weshalb sie sich jetzt an die LVZ wandte.

An dieser Ecke mit dem Rad auf dem Fußweg zu fahren, ist schon immer nicht erlaubt, stellte Helge Fischer von der Schkeuditzer Stadtverwaltung auf Anfrage der LVZ klar und korrigierte damit den Irrglauben der Autovermieterin. Die bisher geltende Regelung, dass Radfahrer den Fußweg in der Merseburger Straße nutzen durften, habe bereits vor der Ampelkreuzung geendet. „Jetzt ist es, wie vorher auch, natürlich auch nicht erlaubt, im Kreuzungsbereich auf dem Fußweg zu fahren“, ergänzte Fischer.

Weshalb die Schilder demontiert wurden, die den Fußweg aus und in Richtung Wehlitz gleichzeitig auch als Radweg auswiesen, liege an einer Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO). Danach solle der Radfahrer die Straße benutzen. „Im Kreuzungsbereich ist das schon immer so gewesen. Die Entfernung der Schilder hat mit der Situation vor dem Geschäft nichts zu tun“, betonte Fischer.

Das mag wohl stimmen, ändert aber die Gewohnheiten der Radfahrer nicht: Bisher aus Richtung Wehlitz auf dem Gehweg kommend, haben die Radfahrer kurz vor der Kreuzung nicht den Fußweg verlassen, um sich dann an der Ampel anzustellen. Das macht auch nach der Demontage der Fahrrad/Gehweg-Schilder keiner. Die wenigen – von neun Fahrradfahrern in 15 Minuten war es einer –, die tatsächlich auf der Straße fahren, wechseln spätestens an der Ampel auf den Gehweg, um das dortige Rot zu umgehen und kommen dadurch ebenfalls auf dem Fußweg am Laden vorbei.

„Nein, passiert ist noch nichts. Wir weisen unsere Kunden ja auch immer darauf hin, aufmerksam zu sein“, sagte Selle. Aber knapp sei es schon des Öfteren gewesen. Besonders nach Schulschluss um die Mittagszeit herrsche auf dem Fußweg vor dem Geschäft reger Fahrradverkehr. „Ein Rezept habe ich auch nicht. Aber vielleicht würde eine Information, dass auf dem Gehweg nicht mehr gefahren werden darf, ja ausreichen“, meinte die Stationsleiterin. Eventuell könnte ein Verkehrsspiegel vor dem Geschäft zumindest für mehr Übersicht sorgen. Die große Keule „Bußgeld“ will sie nicht unbedingt fordern, aber geschehen müsse etwas.

Im Schkeuditzer Ordnungsamt ist von der Fahrrad-Fußgänger-Konstellation am Laden in der Halleschen Straße nichts bekannt, gab Fischer weiter. „Wir werden uns die Lage vor Ort anschauen und prüfen“, sagte er am Mittwoch. Erst danach könne entschieden werden, welche Maßnahmen möglich und umsetzbar sind. Ob das Ordnungsamt an der Stelle kontrollieren kann, konnte nicht gesagt werden.

Von Roland Heinrich

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