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Schkeuditz Aufklärungs-Rapper in Schkeuditz
Region Schkeuditz Aufklärungs-Rapper in Schkeuditz
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15:01 19.05.2015
Aufmerksam verfolgen die Schüler das Theaterstück, in dem es unverkrampft um Liebe und Sex geht. Quelle: Olaf Barth

Zumal in ihrem Alter, wenn es erstmals um Liebe, Sex und all die vielen Bezeichnungen für Geschlechtsorgane geht. Normalität und Lockerheit schaffen beim Umgang mit diesen Themen, aufklären und aussprechen, was für manch einen als Tabu gilt - das und vieles mehr ist das Anliegen der Aufführung des Ensembles "Theaterspiel" aus Witten.

Eingeladen worden waren die vier Schauspieler vom Landratsamt Nordsachsen. "Mit diesem Angebot geht es uns um sexualpädagogische Aufklärung, die in manchen Elternhäusern ja so nicht stattfindet und in dieser Art, wie es das Ensemble bietet, auch von Lehrern im Unterricht so kaum durchgeführt werden kann. Es geht um präventive Arbeit in verschiedenen Bereichen, unter anderem auch um die Verhütung", erklärte Conny Dietze aus dem Delitzscher Gesundheitsamt. Die 42-Jährige sei bei diesem ersten Gastspiel in Nordsachsen selbst sehr positiv von Professionalität, Spielfreude und Können der Akteure gewesen. "Wir werden sie wohl wieder engagieren. Sie haben auch Stücke zu den Themen Sucht, Alkohol oder Aids", so Dietze.

Dank der Schauspieler erlebten die Schüler auf äußerst amüsante Weise, was in und mit ihren Körpern passiert, wenn sie sich Hals über Kopf verlieben und sie plötzlich ganz neue Gefühle kennenlernen. Die Autorin des Stücks "LiebeLove and the Sexperts", Beate Albrecht, spielte selbst mit und wurde von ihrem Mitspieler gleich so begrüßt: "Die Tussi ist 'ne Pussi". Recht hatte er, denn das Kostüm ließ keine Fragen offen. Doch als Regina Vagina stand sie ihrem Kollegen Pepe Penis (Kevin Herbertz) in nichts nach, beiden sah man an, was sie sein sollten. Und dann wurde mit den anderen des Ensembles, Fritzi Eichhorn und Tobias Vorberg, kräftig über Spermien, Eierstöcke, Kondome und eben Penis und Vagina gerappt.

Doch die Schüler, die oft lachten und am Ende heftig applaudierten, wurden mit ihren Eindrücken nicht allein gelassen. In den Gesprächen danach, mit Schauspielern und Lehrern ging es ernster zu - aber unbefangener als vielleicht vorher. Und so wurde auch erklärt, dass schwul- und lesbisch sein kein Grund für Beschimpfungen sind, sondern auch Hommosexualität eine normale Sache ist. Es gebe eben verschiedene Arten der Liebe, und jeder sei frei, auf seine Art glücklich zu werden.Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.12.2013
Olaf Barth

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