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August Trinius wollte gar kein Schkeuditzer sein

August Trinius wollte gar kein Schkeuditzer sein

Es gibt offenbar Persönlichkeiten der Geschichte, die wollen gar kein "Sohn" ihrer Stadt sein. Zumindest ist das der Überlieferung nach im Fall des am 31. Juli 1851 in Schkeuditz geborenen August Trinius so.

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De ehrenamtliche Freizeit-Historiker Klaus Matzke zeigt einige der Bücher, die das Stadtmuseum Schkeuditz von August Trinius besitzt.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. "Der hat doch seine Herkunft verheimlicht und wollte nichts mit Schkeuditz zu tun haben. Die Stadt war für ihn wohl nicht sonderlich lukrativ, deshalb hat er unterschlagen, dass er hier auf die Welt gekommen ist. Vielleicht auch deshalb, weil er als uneheliches Kind zur Welt kam", mutmaßt Klaus Matzke. Der ehemalige Vorsitzende des Schkeuditzer Museums- und Geschichtsvereins, der sich weiter aktiv mit der Stadt-Historie beschäftigt, hatte sich schon intensiver mit dem Herrn Trinius befasst und auch einen Artikel über ihn geschrieben.

Trinius, der seine Kindheit in Erfurt verbrachte, wurde als Autor vor allem des Klassikers "Der Rennstieg des Thüringer Waldes" aus dem Jahr 1889 bekannt. "Damit hat er im Kaiserreich unter Wilhelm II. einen Rennsteig-Boom ausgelöst und damit direkt oder indirekt zur Gründung des Rennsteigvereins 1896 beigetragen", erklärt Harald Rockstuhl aus Bad Langensalza. In seinem gleichnamigen Verlag gibt er jetzt eine erweiterte Autobiografie von Trinius heraus. Dieser machte sich über die Stationen Berlin und Hamburg einen Namen als besonders dem Wandern verbundener Reiseschriftsteller. Die letzten 29 Jahre bis zu seinem Tod lebte Trinius im thüringischen Waltershausen, wo er seine acht Bände umfassende Reihe "Thüringer Wanderbuch" vollendete.

Weil Trinius sich stets weigerte, seine Herkunft bekannt zu geben, sollen sich auch die Schkeuditzer lange gescheut haben, den bekannten Trinius als einen der ihren zu würdigen. "Zu DDR-Zeiten muss es dann wohl gewesen sein, dass in Wehlitz die heutige Triniusstraße nach ihm benannt wurde", vermutet Matzke. Der 75-Jährige findet gut, dass es diese Straße gibt: "Als Heimatverbundene wollen wir doch so viele Schkeuditzer Persönlichkeiten wie möglich würdigen. Es ist angenehm, dass wir den hier haben." Ob so eine Einschätzung August Trinius heute mit seiner Geburtsstadt versöhnen würde, bleibt Spekulation. In der Bibliothek des Stadtmuseums jedenfalls ist er mit sieben Büchern vertreten. Das ist zwar nur eine kleine Auswahl seines Schaffens, aber immerhin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.08.2014
Olaf Barth

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