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Schkeuditz Ausbau in Glesien soll nächstes Jahr starten
Region Schkeuditz Ausbau in Glesien soll nächstes Jahr starten
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00:24 08.05.2018
Die Karl-Liebknecht-Straße in Glesien soll im kommenden Jahr grundhaft ausgebaut werden. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Glesien

In Vorbereitung des Straßenbaus war im Vorjahr bereits der mit Nadelbäumen bewachsene Grünstreifen zwischen Straße und Sportplatz beseitigt worden. Dann aber ging es nicht weiter. „Das ist ein ziemlich komplexes Vorhaben, in dem auch die Leipziger Wasserwerke eng eingebunden sind“, sagt der Schkeuditzer Bürgermeister Lothar Dornbusch (FW) gegenüber der LVZ. Auch im Ortschaftsrat hatte er ausführlich das Vorhaben präsentiert und Einwohnern deren Fragen beantwortet. Was das Vorhaben so aufwendig macht, ist die komplizierte Situation für die Entsorgung des Oberflächenwassers, das von der Ernst-Thälmann-Straße fließend im Bereich der Karl-Liebknecht-Straße läuft. Der Kreuzungsbereich beider Straßen ist dabei immer wieder ein Überflutungsschwerpunkt im Dorf.

„Wir wollen das Wasser nicht mehr in den Kanal der Wasserwerke fließen lassen, sondern südlich der Ortslage eine Einbindung in den vorhandenen Graben schaffen. Wir pflegen den Graben selbst und entkoppeln so das Oberflächenwasser von den Anlagen der Leipziger Wasserwerke“, erklärt Dornbusch. Das führe zu einer Entlastung der Kreuzung und spare Kosten.

Umfangreiche Untersuchungen notwendig

Dieser Graben mündet dann in eine 1200er Leitung des dort verrohrten Strengbaches, der im Unterlauf im offenen Bachbett verläuft. In diesem Zusammenhang wird auf die anstehende Sanierung der Strengbach-Brücke verwiesen. Damit verbunden ist die Schaffung einer weiteren Polder-Fläche im Unterlauf des Strengbaches, in der sich zur Not auch mal Wasser schadlos ausbreiten kann. „Darüber hinaus müssen wir mit der Straßenplanung zugleich eine Wasserplanung gemeinsam mit des Wasserwerken vornehmen. Das bedurfte umfangreicher Untersuchungen der komplexen Problematik“, begründet Dornbusch den noch nicht vollzogenen Baustart.

Dabei gibt es auch noch weitere Hürden zu nehmen. Denn das Profil der neuen Straße verschiebt sich leicht nach Norden, damit entsprechend der Bauvorschriften die notwendigen Breiten sowie ausreichend Kurvenradius für die Begegnung von Bussen gebaut werden können. Durch diese Verschiebung wiederum wird der dort verlaufende, verrohrte Strengbach tangiert. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und das Hochwasserschutzkonzept machen die Errichtung eines neuen Durchlassbauwerkes im Kreuzungspunkt Strengbach/Karl-Liebknecht-Straße notwendig. Außerdem sollen weitere Teile des Strengbaches offen gelegt werden.

Dornbusch: Vernünftige Lösung gefunden

Dornbusch: „Wir haben das Projekt sowohl mit Naturschutzbehörden als auch mit den Wasserwerken betrachtet und werden auf der dabei entstandenen Basis die Baugenehmigungen beantragen. In diesem Jahr wollen wir noch ausschreiben und im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen.“ Trotz aller Kompliziertheit ist sich der Bürgermeister sicher, dass nun eine vernünftige bautechnische Lösung für diese Straße und für die Entwässerung gefunden wurden. Die Kostenermittlungen sind noch in Arbeit, vorsichtig prognostiziert Dornbusch ein Summe von unter einer Million Euro.

„Die Leute sind froh, dass es endlich in Angriff genommen wird und wollen, dass es schneller geht“, registriert Dornbusch eine positive Resonanz im Dorf auf das Vorhaben. Statt der schmalen, holprigen Kopfsteinpflaster-Piste wird es dann eine sechs Meter breite asphaltierte Straße geben. Der 1,50 Meter breite bisherige Fußweg bleibt erhalten, auf der Gegenseite entsteht ein neuer, 2,30 Meter breiter Fußweg. Damit werden auch die Forderungen nach einem sicheren Schulweg in dem Bereich erfüllt.

Von Olaf Barth

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