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Ausbildung muss sich an digitalisierte Berufswelt anpassen

Fachmesse in Schkeuditz Ausbildung muss sich an digitalisierte Berufswelt anpassen

Mitten im Gewusel der jungen Fachmesse-Besucher hatten die Veranstalter der „vocatium Leipzig/Halle 2017“ auf der Bühne Experten zum Eröffnungsgespräch eingeladen. Dabei ging es um die Anforderungen der modernen Arbeitswelt, wobei allerdings nicht nur digitales, sondern auch handwerkliches Können weiter gefragt ist.

Mitten im Foyer diskutieren die vocatium-Veranstalter mit Experten aus Bildung und Wirtschaft über künftigen Herausforderungen des Berufslebens.

Quelle: Olaf Barth

SCHKEUDITZ. Circa 4000 junge Menschen aus Mitteldeutschland nutzten am Donnerstag die Chance, sich in Schkeuditz über Studiengänge und Berufsausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Das Institut für Talententwicklung (IfT) hatte in das Globana Trade Center zur „vocatium Leipzig/Halle 2017“ eingeladen. 93 Aussteller unterbreiteten in den Hallen den Jugendlichen ihre Angebote.

Während die Stände der Unternehmen und Bildungseinrichtungen in den Hallen schon dicht umlagert waren, fand im Foyer zum Auftakt erstmals auf offener Bühne das Eröffnungsgespräch für diese Fachmesse statt. In der von Projektleiter Andreas Krüger und Eva Pammler (beide IfT) moderierten Runde ging es um künftige Herausforderungen für das Lernen in Schule und Ausbildung angesichts der radikalen Veränderungen in der Arbeitswelt – Stichwort „Industrie 4.0“.

So wurde betont, dass die digitale Arbeitswelt entsprechend ausgebildeten Nachwuchs braucht. Und dafür müssten auch in den Bildungseinrichtungen die Grundlagen geschaffen und mit der notwendigen modernen Infrastruktur soweit den Lehrmitteln ausgestattet werden. Wie Roman Schulz von der Sächsischen Bildungsagentur sagte, gehe es darum, dass die Schulen mit dem Blick auf die Wirtschaft nicht den Anschluss an bestimmte Entwicklungen verlieren dürfen. „Wir müssen die Ausstattung der Schulen wie auch die Bereitschaft der Lehrer verbessern, mit den neuen Medien zu arbeiten. Aber auch die Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen ist wichtig“, sagte der 57-Jährige.

Ulf Schubert, Prorektor und Professor an der Hochschule Merseburg bezeichnete die Digitalisierung als Mittel zum Zweck, um Arbeitsprozesse beschleunigen und optimieren zu können. Und die Studentin Franzsika Frohberg von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Leipzig meinte, dass man Bildungseinrichtungen vermitteln müsse, dass künftig in Arbeitsprozessen das Organisieren von Wissen einen höheren Stellenwert hat als das Auswendiglernen von Wissen.

Allerdings sagte Michael Kothe von der Siemens AG, dass es bei aller digitaler Entwicklung auch auf handwerkliche Fähigkeiten im Beruf ankommt. „Es muss einen vernünftigen Mix zwischen digitaler und handwerklicher Ausbildung geben“, so Kothe. Und Oliver Christoph Klaus von der Handwerkskammer zu Leipzig meinte, dass einem Kunden bei einer Havarie eine App oder internationale Vernetzung wenig helfe, wenn er sofort konkrete Handwerker-Hilfe benötige. „Auch künftig hat das Handwerk goldenen Boden“, war er sich sicher.

Von Olaf Barth

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