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Schkeuditz Ausflug auf den Kitzinghof ist eine Reise in die Vergangenheit
Region Schkeuditz Ausflug auf den Kitzinghof ist eine Reise in die Vergangenheit
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13:57 19.05.2015
Die Senioren entdecken im Bauernmuseum des Radefelder Kitzinghofs Arbeits- und Küchengeräte aus früheren Zeiten. Quelle: Michael Strohmeyer

Den Bauernhof aus dem Jahre 1803 haben die heutigen Besitzer, Peer Oehler und sein Partner Rico, für die Veranstaltung schon zum zweiten Mal zur Verfügung gestellt.

"Ich bin immer offen für alles, was historisch, landwirtschaftlich oder tierisch ist. Da bot sich der Kitzinghof geradezu an, unsere junggebliebenen Senioren hierher einzuladen", sagte Organisatorin Ursula Culek. Denn auf dem fast 6000 Quadratmeter großen Bauernhof gibt es von allem etwas. Die jetzigen Eigentümer haben das Grundstück über die Jahre mit viel Engagement wieder aufgebaut und belebt. Dabei ist auch eine Art Heimatmuseum entstanden.

Die etwa 60 Senioren aus den Ortsteilen waren begeistert von der Kreativität der "beiden Jungs", wie es die Radefelderin Dorette Peters formulierte. Bei einer Führung durch ein kleines landwirtschaftliches Areal konnten sich die Senioren auch Stallungen im Freigelände anschauen. Hier suhlten sich glückliche Schweine im Schlamm, Pommerngänse zupften an Grashalmen, Hühner und Schafe, die sich auf der Weide wohlfühlten, waren zu sehen. Aufmerksamkeit erregten aber auch die Kaninchen mit ihren Schlappohren.

Der Höhepunkt des kleinen Rundkurses war der Abstecher in das Bauernmuseum, das die Hofbesitzer in einer alten Scheune eingerichtet haben. Dort erinnerten sich so manche Gäste an ihre Jugendzeit. So auch die 77-jährige Liane Lewik aus Radefeld. Sie habe sechs Kinder groß gezogen und ihr Mann in der Landwirtschaft gearbeitet. "Wir hatten selbst Schweine, Gänse, Hühner, Kaninchen und auch zwei Ponys und eine Kutsche", erzählte sie.

In der Scheune entdeckte Lewik alte Haushaltsgeräte, darunter Kartoffeldämpfer, Butterfass, Schlachtemulde, Milchkannen und - da musste sie herzlich lachen - einen Nachttopf. "Vieles findet man hier wieder, was fast vergessen war. Ich bin froh, dass ich die Einladung zum Grillfest angenommen habe. Wenn man bedenkt, wie schnell die Zeit vergeht und wie schwer es früher war, kann man heute nur ungläubig den Kopf schütteln", sagte die alte Dame. Aber rotz aller Beschwerlichkeit: "Es waren auch schöne Zeiten und ich möchte sie nicht missen."

Auch die Wolteritzerin Lore Felgner war begeistert. Sie brachte für das kleine Museum eine alte Kaffeekanne und einen historisch zu nennenden Milchkrug mit und übergab beides strahlend den "Jungs" .

"Das Grillfest ist einer der Jahreshöhepunkte für unsere Senioren. Wir sind glücklich, dass wir unseren Rentnern so viel Freude bereiten können", sagte Culek strahlend und dankte der Stadt Taucha, der Volkssolidarität und natürlich den Inhabern des Kitzinghofs für ihre Unterstützung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.08.2014
Michael Strohmeyer

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