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Schkeuditz Ausstellung des Heimatvereins erinnert an Dölzig in der DDR
Region Schkeuditz Ausstellung des Heimatvereins erinnert an Dölzig in der DDR
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09:02 19.06.2017
Die Ausstellung des Dölziger Heimatvereins war ein beliebter Treffpunkt, um bei Kaffee, Kuchen oder Sekt gemütlich miteinander zu schwatzen. Quelle: Foto: Michael Strohmeyer
Dölzig

Unter dem Motto „Dölziger Geschichte(n) aus DDR-Zeiten“ war unlängst beim Heimat- und Sportfest auch eine Ausstellung mit Produkten und Gegenständen aus eben jener Zeit zu sehen. In zwei Zelten zeigte der Heimatverein zahlreiche Artikel unter anderem aus den Bereichen Mode, Haushalt, Spielzeug oder Technik. Die Dorfbewohner hatten dies alles nach einem Aufruf in den letzten Monaten abgegeben. Vieles davon bleibt nun auch im Besitz des Vereins, sagte die Vorsitzende Rosemarie Tauchnitz auf LVZ-Anfrage.

„Wir wollen anhand dieser Gegenstände nächsten Generationen die jüngere Geschichte zum Anfassen nahe bringen. Viele dieser Produkte wie manche Kinderbücher, Geschirr oder Kleinmöbel werden ja nicht mehr hergestellt“, erklärte Tauchnitz. So gehörte auch ein typischer Nierentisch mit Mosaiksteinbelag zur Ausstellung. Auch drei Kinderwagen aus der einstigen Produktionsstätte Sonneberg waren abgegeben worden. Besucher konnten darüber hinaus in alten Fotoalben blättern oder Postkarten aus dieser Zeit betrachten. Selbst in die Jahre gekommene, nostalgische, aber natürlich frisch gewaschene Reizwäsche gehörte zu den abgegebenen und ausgestellten Dingen. Besonders freuten sich die Vereinsmitglider allerdings auch über den Besuch der ehemaligen Dölziger Postfrau Ingrid Noth. Die 72-Jährige hatte anlässlich der Ausstellung dem Verein ihr einstiges gelbes Postfahrrad übergeben.

Angesichts dieser Fülle alter Produkte war es kein Zufall, dass die Zelte für viele Festbesucher ein Anlaufpunkt wurden, um hier gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und sich über die schönen und weniger schönen Seiten dieser vergangenen Zeit zu unterhalten und auszutauschen. Da konnte auch die im Dorf als engagierte Sportlerin und Übungsleiterin respektierte Irma Lehmann einiges dazu beitragen. Vor allem aber genoss die 79-Jährige, wie die vielen anderen Besucher auch, die gemütliche Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen beim Heimatverein.

Der 1994 gegründete und lange Zeit von der jetzt 81-jährigen Erika Mißbach geführte Verein hat nun 32 Mitglieder. Mit Kerstin Scholz und Anke Tauchnitz wurden aktuell zwei neue Mitglieder gewonnen. Das Ziel des Vereins, sagte deren jetzige Vorsitzende, bleibt weiterhin, die Geschichte des Dorfes mit den Anfängen in der Landwirtschaft, seiner weiteren Entwicklung samt der vielen Feiern aufzuarbeiten und zu bewahren. Zu den größten und schwersten Exponaten des Vereins gehört auch eine historische Wäscherolle, für die weiterhin ein Domizil gesucht wird. Im Ortsteilzentrum, wo nun der Heimatverein untergebracht ist, ist dafür kein Platz.

Von Michael Strohmeyer

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