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B 181-Pläne sollen geändert werden

B 181-Pläne sollen geändert werden

Buh-Rufe und nicht ganz so freundliche Äußerungen schlugen einem Dölziger jüngst entgegen, als er nach der Sinnhaftigkeit der geplanten Umverlegung der Bundesstraße 181 in Höhe des Ortes fragte.

Dölzig. Sowohl Schkeuditz' Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler), als auch der Ortsvorsteher Thomas Druskat betonten die Notwendigkeit dieser vorgesehenen Streckenänderung, als es in der letzten Sitzung der Ortschaftsräte um eben jenes Projekt ging. "Die Lärmentlastung wird unter anderem auch wegen einer jetzt geplanten Lärmschutzwand enorm", sagte Dornbusch. Auch Anwohner an der B 181 hoffen auf diese Lärmentlastung und stellten dem Dölziger die Frage nach dem Sinn seiner Äußerung.

Wie berichtet, läuft derzeit ein Planfeststellungsverfahren zum Um- und Ausbau der Bundesstraße zwischen der A 9 und der Stadtgrenze zu Leipzig, welches einige Änderungen zu vorhergehenden Planungen beinhaltet. Dabei ist Schkeuditz aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben. Dornbusch erklärte im Ortsteilzentrum an großen Karten die Neuerungen und forderte die Dölziger auf, ebenfalls Stellung zu nehmen. "Entlang der B 181 ist nun ein Lärmschutzwall geplant, auf dem zum Teil eine Lärmschutzwand stehen soll", sagte er. Hier gab es gleich eine erste Forderung einer Ortschaftsrätin. "Ich rege an, den geplanten Lärmschutz um die Kreuzung zur B 186 herumzuziehen und dort fortzusetzen", sagte Katrin Sachsenröder.Nach momentaner Planung endet der Lärmschutzwall an jener Kreuzung.

"Bedeuten die Planungen, dass es keine Bushaltestelle mehr in der Frankenheimer Straße geben wird?", lautete eine weitere Frage. "Ja, es sind nur noch Bushaltestellen an der Kreuzung der B 186 und jeweils hinter dem Knotenpunkt geplant", antwortet Dornbusch. Das gehe so nicht, weshalb mehrfach eine Bushaltestelle an der Frankenheimer Straße gefordert wurde. Auch solle der Halt an alter Stelle, also vor der B 186-Kreuzung geplant werden, sofern dies möglich sei.

Auch beim Ausbau der Rad- und Gehwege gibt es seitens der Dölziger noch offene Wünsche. So sollen die geplanten Bushaltebuchten mit Rad-/Gehwegen entlang der B 186 auf der westlichen Seite und entlang der B 181 auf der nördlichen Seite an das Gewerbegebiet Dölzig angebunden werden. Auch deshalb, weil durch das im Oktober in Betrieb gehende Asylbewerberheim zusätzlicher Bedarf für eine solche Anbindung entstehen werde. Eine Zufahrt in jenes Gewerbegebiet ist für Straßenverkehr übrigens nicht vorgesehen und muss weiter über die B 186 erfolgen, teilte der Bürgermeister mit.

Worauf die Stadt nach einer ersten Stellungnahme nun erneut drängen wird, ist der Ausbau der momentan weniger als 5,50 Meter breiten Frankenheimer Straße südlich der B 181. Die Straße sei für die prognostizierten Verkehrszahlen nicht ausgelegt und schon jetzt nicht in der Lage, die Verkehrsbelastung aufzunehmen. Ohne Zweifel stehe die Prognose von 6500 Fahrzeugen täglich im Jahr 2020 in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Ausbau der B 181, heißt es von der Stadt. Deshalb sehe Schkeuditz den Ausbau auf 6,50 Meter Breite als dringende Folgebaumaßnahme an.

Wovon die Prognose allerdings ausgeht, ist, dass die B 181 im Jahr 2020 - also in fünf Jahren - auch fertig ausgebaut ist. Daran gab es allerdings große Zweifel: "Ich möchte nicht alle Hoffnungen zerstören, aber ich glaube nicht, dass der Ausbau so bald kommen wird", sagte ein Dölziger und erntete ähnlich böse Blicke wie der Zweifler am Sinn des Umbaus. Es gebe vielerorts erheblichen Widerstand gegen neue Projekte aus dem Bundesverkehrswegeplan und er gehe davon aus, dass es zu einer Verschiebung von Investitionen zugunsten von Sanierungen kommen werde, meinte der Dölziger. Immerhin ist die letzte Stellungnahme der Stadt zur B 181-Planung schon sechs Jahre her.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.07.2015
Roland Heinrich

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