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Schkeuditz B 186-Ausbau steht in den Sternen
Region Schkeuditz B 186-Ausbau steht in den Sternen
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15:10 19.05.2015
Eng und kurvenreich: Das Bankett der Bundesstraße 186 zeigt Reifenspuren, Warnbake und Schild stehen schief. Wann hier der Ausbau kommt, ist unklar. Quelle: Roland Heinrich

Auch zum Ausbau der Mühlstraße liegt ein Termin des Baustarts im Dunkeln.

"Den Ausbau der B 186 mit einem dazugehörigen Radweg sehen wir als Schlüsselmaßnahme zum Zusammenwachsen der Ortsteile mit Schkeuditz", sagte Dölzigs und Kleinliebenaus Ortsvorsteher Lothar Böttcher gestern. Knackpunkt: Es gibt keinen Radweg, der Schüler sicher in die große Kreisstadt führen kann. "Deshalb gibt es verständlicherweise auch Eltern, die ihre Kinder lieber zum Markranstädter Gymnasium schicken, weil hier die Anbindung besser ist", erklärte Böttcher. Aber auch ältere Dölziger oder Kleinliebenauer, die kein Auto mehr besitzen, würden etwa zu den Markttagen nach Schkeuditz mit dem Rad fahren wollen. Das aber ist riskant, wenn nicht gar lebensgefährlich, wenn die B 186 benutzt wird.

Geradeso kommen auf der kurvenreichen Strecke nördlich des Elster-Saale-Kanals zwei Lkw aneinander vorbei. Reifenspuren auf dem Bankett der Straße und schrägstehende Warnbaken zeugen vom gegenseitigen Ausweichen. Sich hier noch einen Radfahrer vorzustellen, ist schwierig bis unmöglich.

Wann der dringend ersehnte Ausbau der Straße kommt, kann Böttcher nicht sagen. "Wir haben regelmäßig nachgefragt. Schon bei den Vorplanungen aber ist das Lasuv im Verzug", wusste er. "Die Unterlagen der Voruntersuchung wurden geprüft, erforderliche Korrekturen und Änderungen sind weitestgehend abgeschlossen", informierte jetzt Peter Welp, Sprecher der Lasuv-Zentrale in Dresden, auf Anfrage der LVZ genauer.

"Voraussichtlich im ersten Quartal 2014 werden diese Unterlagen zur Anhörung an die Träger öffentlicher Belange, an Naturschutzvereine und wichtige sonstige von der Straßenplanung Betroffene zur Stellungnahme versandt", teilte Welp mit. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dann mit dem Bau begonnen werden kann. "Nach Abschluss der Vorplanung sind noch weitere, umfangreiche Planungsschritte - wie etwa Vorentwurf und Planfeststellungsverfahren - erforderlich, bis der Grunderwerb und dann der Baustart erfolgen können", sagte Welp. Auch eine grobe Angabe zum Baustart lässt sich der Lasuv-Sprecher nicht entlocken. Ebenfalls im Dunkeln ist, was der Umbau kosten wird: "Aussagen zu voraussichtlichen Projektkosten für den geplanten Straßenausbau ergeben sich erst nach Abschluss der Voruntersuchung", informierte der Lasuv-Sprecher.

Da bis zum Bau der Straße, die in ihrem Verlauf geändert und damit sicherer werden soll, noch einige Zeit ins Land gehen wird, kommt auch ein Radweg in naher Zukunft nicht. "Auch der Radweg bedingt ein Planfeststellungsverfahren. Insofern ist eine separate Realisierung des Radweges nicht zielführend und würde auch keine zeitlichen Vorteile mit sich bringen", reagierte Welp auf eine entsprechende Frage. "Zudem hängen der Ausbau der Straße und der Anbau des Radwegs technisch untrennbar miteinander zusammen. Auch wäre aus wirtschaftlichen und bautechnologischen Gründen ein separater Bau des Radwegs nicht vertretbar", ergänzte der Lasuv-Sprecher.

Im Bereich Schkeuditzer Mühlstraße, auch einem Abschnitt der B 186, ist das Lasuv bei der Bearbeitung des Vorentwurfs. "Abstimmungen mit Schkeuditz hat es hinsichtlich der Gestaltung schon gegeben", sagte Welp. Aussagen zu Baubeginn, -kosten und -zeit könnten aber erst nach Abschluss des Vorentwurfs gemacht werden. Wann das ist, bleibt unklar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.11.2013
Roland Heinrich

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