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Schkeuditz BI Gegenlärm fordert konkrete Maßnahmen
Region Schkeuditz BI Gegenlärm fordert konkrete Maßnahmen
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06:00 05.08.2010
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Schkeuditz

Peter Haferstroh vom Sprecherrat der BI sagte gestern, dass nach den zahlreichen Gesprächsrunden „mit den Flughafenvertretern und Stadtoberen“ endlich auch konkrete Taten folgen müssten. „Sonst können wir uns auch vorstellen, die Gespräche auf Eis zu legen. Sie allein reichen nicht. Denn ohne greifbare Ergebnisse würden die Treffen den Verantwortlichen nur als Alibi-Funktion dienen, damit sie sagen können, ,wir sind willig, die Gespräche laufen‘“, so Haferstroh.

Vorerst aber zeigt sich die BI weiter gesprächsbereit und setzt ihre Hoffnungen auf das nächste Treffen am 20. September, wenn sie erneut mit Vertretern des Flughafens und der Stadtverwaltung zusammentrifft. Dabei soll es neben dem Lärmschutz auch um eine weitere Auswertung der Luftschadstoffmessungen gehen. Positiv wertet die BI die Absicht von Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler), sich vom Stadtrat für Verhandlungen mit dem Flughafen und der Deutschen Bahn legitimieren zu lassen, um auf die Erhöhung der Lärmschutzwand am DHL-Gelände sowie auf lärmmindernde Maßnahmen entlang der Eisenbahngleise zu drängen.

Der bisher zum BI-Sprecherrat gehörende Hans-Jürgen Kubiak will künftig aus privaten Gründen bei der Arbeit für die BI kürzer treten. „Eigentlich wollte ich ja damit sogar ganz aufhören, doch meine Mitstreiter haben mich überzeugt, im Rahmen des Möglichen weiter zur Verfügung zu stehen“, so Kubiak. So werde er an den Treffen der BI weiter teilnehmen. Auch wolle er im Sinne der BI die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Enke weiter voran treiben. „Enke hatte bereits 2005 den Bürgern versprochen, über den Inhalt des Vertrages zwischen der Stadt Schkeuditz und dem Flughafen zu informieren. Je länger das geheim bleibt, um so mehr stinkt das doch. Aufgrund dieses Vertrages hatte Schkeuditz ja auf die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss verzichtet. Weil Enke die Vereinbarungen in diesem Vertrag bis heute nicht bekannt gemacht hat, gibt es von mir die Dienstaufsichtsbeschwerde. Allerdings wurde sie vom Landratsamt Nordsachsen abgewiesen, so dass ich mich nun an den Freistaat wenden werde“, so Kubiak.

Dass Kubiak mit der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Enke im Sinn der BI handelt, möchte Haferstroh so nicht stehen lassen. „Wir wollen mit Herrn Enke zusammen was erreichen, da sehe ich ein solches Vorgehen als nicht so günstig an. Die Dienstaufsichtsbeschwerde ist nicht das Handeln der BI“, so Haferstroh gestern. Doch unabhängig davon würden auch er und alle anderen BI-Mitglieder wissen wollen, was in dem Vertrag zwischen Flughafen und Stadt steht: „Wir wurden verkauft. Zu welchen Bedingungen, das ist die andere Frage, aber wahrscheinlich viel zu billig.“

Im Landratsamt Nordsachsen wurde gestern die Bearbeitung der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den derzeit im Urlaub befindlichen Enke bestätigt. Ergebnis: „Wir haben keine Verfehlungen feststellen können“, so Pressesprecher Rayk Bergner. Olaf Barth

Olaf Barth

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